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Windows Live® Suchergebnisse KolkrabeEnzyklopädieartikel
Kolkrabe, größter Rabenvogel und größte Singvogelart. Der Kolkrabe hat ein schwarzes, metallisch glänzendes Gefieder, er erreicht eine Länge bis 65 Zentimeter. Der Artname bezieht sich lautmalerisch auf seinen rauen, tiefen Ruf („korrk”), der Kolkrabe kann zudem Lautäußerungen anderer Vögel imitieren (siehe Spotten). Trotz des hohen Gewichts von maximal 1,5 Kilogramm machen ihn seine relativ schmalen Flügel zu einem sehr gewandten Flieger; ein gutes Feldmerkmal des fliegenden Vogels ist der keilförmige Schwanz. Kolkraben sind in großen Teilen Eurasiens, Grönlands und Nordamerikas verbreitet. Kolkraben ernähren sich von kleinen Säugetieren und Nachgeburten größerer Säuger, von jungen Vögeln, Amphibien, Insekten und gelegentlich auch von Aas, das sie u. a. im Gefolge von Wolfsrudeln oder beim Durchstöbern von Müllhalden finden. Kolkrauben nisten auf Bäumen, Felsen oder in verlassenen Greifvogelnestern, ihre Reviergröße beträgt 10 bis 60 Quadratkilometer. Schon früh im Jahr brüten sie ihre zwei bis sechs Eier aus, die Brutdauer beträgt 18 bis 20 Tage. Die Jungvögel schließen sich zu größeren Trupps zusammen. Die Vögel sind nach drei Jahren geschlechtsreif und ihrem Geschlechtspartner oft jahrelang treu. Die Lebenserwartung beträgt in freier Wildbahn etwa 20 Jahre, in Gefangenschaft auch weit über 60 Jahre. Der Kolkrabe ist Standvogel. Beeindruckt von der Intelligenz der Kolkraben machte sie der Mensch zu respektablen Begleitern von Göttern wie Apoll, Bacchus und Wotan. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Kolkraben als vermeintliche Schädlinge, „Singvogelmörder” oder Verkünder von Unheil und Tod gejagt, bis sie um 1930 in Mitteleuropa nahezu ausgerottet waren. Die Bestände haben sich seither etwas erholt, werden aber durch Waldarbeiten, Hochspannungsleitungen und illegale Jagd dezimiert. In Mitteleuropa leben etwa 12 000 bis 18 000 Brutpaare. Systematische Einordnung: Der Kolkrabe trägt den wissenschaftlichen Namen Corvus corax, er gehört in die Familie Corvidae.
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