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  • Leukozyten (weiße Blutkörperchen)

    Was sind weiße Blutkörperchen (Leukozyten)? Hauptaufgabe der weißen Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt, ist die Abwehr von Krankheitserregern.

  • Leukozyten

    Der Urologe ist Spezialist, wenn es um die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege geht. Er behandelt Männer, Frauen und Kinder.

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Leukozyten

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T-LymphozytT-Lymphozyt
Artikelgliederung
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Einleitung

Leukozyten, weiße Blutzellen oder weiße Blutkörperchen, am Immunsystem beteiligte, größtenteils frei bewegliche Zellen, die bei einer Infektion im Körper Krankheitserreger bekämpfen.

Das Blut erwachsener Menschen enthält durchschnittlich 4 000 bis 10 000 Leukozyten pro Mikroliter (tausendstel Milliliter); ihr Anteil an den Blutzellen ist damit viel geringer als derjenige der Erythrozyten (rote Blutzellen). Allerdings schwankt die Zahl der Leukozyten stark: Bei Infektionen erhöht sie sich oft um ein Vielfaches. Auch bei der Nahrungsaufnahme werden Leukozyten freigesetzt, um potentiell gefährliche Fremdstoffe zu bekämpfen. Abgesehen davon befinden sich viele Leukozyten in der Lymphe oder im Gewebe.

Leukozyten entstehen wie alle Blutzellen im Knochenmark aus so genannten hämatopoetischen (Blut bildenden) Stammzellen. Zur Infektionsbekämpfung wandern sie aus den Blutkapillaren in das Lymphsystem und die Gewebe und nehmen dabei die amöboide Bewegungsweise einzelliger Amöben an. Leukozyten können Zytokine ausschütten und besitzen die Fähigkeit zur Chemotaxis, d. h., sie werden durch Bakterien, Zellzerfallsprodukte sowie körpereigene Entzündungsfaktoren angelockt. Man unterscheidet drei Gruppen: Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten.

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Granulozyten

Granulozyten stellen einen Anteil von 50 bis 80 Prozent der Leukozyten und haben einen Durchmesser von acht bis zwölf Mikrometer (tausendstel Millimeter). Benannt sind sie nach den körnigen Körperchen (Granula) in ihrem Zytoplasma. Die Granula enthalten Enzyme und andere zytotoxische (für Zellen schädliche) Substanzen, die sie bei Bedarf ausschütten (Degranulierung). Man unterscheidet drei Formen: neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten. Die Namen weisen auf die unterschiedliche, von Proteinmolekülen hervorgerufene Färbbarkeit hin: Neutrophile Granulozyten bleiben farblos, eosinophile Ganulozyten lassen sich mit Eosin rot und basophile mit basischen Farbstoffen blau färben.

Am weitaus häufigsten sind die neutrophilen Granulozyten, die für die unspezifische Phagozytose von Mikroorganismen und anderen Antigenen zuständig sind. Als wichtige Träger der angeborenen Immunität wehren sie in der Frühphase einer Infektion (z. B. in der Lungenschleimhaut) Krankheitserreger ab bzw. dämmen deren Ausbreitung im Körper ein. Die neutrophilen Granulozyten sterben dabei rasch ab und bilden so einen großen Teil des Eiters an einer entzündeten Körperstelle. Bakterien werden auch mit Hilfe netzartiger Strukturen gefangen, die von den Granulozyten gebildet werden, während sie sich selbst auflösen. Die überwiegend aus Chromatin bestehenden Netze enthalten Enzyme, welche die Zellwände gefangener Bakterien durchlöchern.

Eosinophile und Basophile (der Zusatz Granulozyten wird oft weggelassen) tragen Rezeptoren für Antikörper vom Typ IgE auf ihrer Zelloberfläche. Eosinophile wehren in erster Linie Infektionen mit Parasiten ab; wie die neutrophilen Granulozyten sind sie zur Phagozytose fähig. Basophile sondern bei allergischen Reaktionen Histamin und Heparin ab. Zusammen sind Eosinophile und Basophile maßgeblich an der Regulierung von Entzündungen beteiligt, ebenso wie Mastzellen. Dabei handelt es sich um aus dem Blut ausgewanderte Leukozyten, die sich im Gewebe ausdifferenziert haben und sich dort als freie Bindegewebszellen fortbewegen; auch in den Schleimhäuten sind viele Mastzellen. Mastzellen ähneln Basophilen und können wie diese Histamin und Heparin freisetzen, stammen aber vermutlich von anderen Vorläuferzellen im Knochenmark ab.

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Lymphozyten

Lymphozyten sind kugelförmige Zellen von maximal 15 Mikrometern Durchmesser. Ihre endgültige Form und Funktion erlangen sie meist im Lymphsystem. Man unterscheidet B-Lymphozyten (B steht für die Bursa fabricii, einen Lymphknoten an der Kloake von Vögeln) und T-Lymphozyten (T für Thymusdrüse). Beide Zelltypen erkennen Antigene mittels spezieller Rezeptoren auf ihrer Zelloberfläche.

B-Lymphozyten (auch einfach B-Zellen genannt) produzieren Antikörper und schütten sie in Blut und Lymphe aus. Sie sind verantwortlich für die humorale (lateinisch umor: Flüssigkeit), d. h. auf Antikörpern in Flüssigkeiten basierende Immunität. Hat eine B-Zelle ein Antigen erkannt, differenziert sie sich entweder zu einer Plasmazelle, die entsprechende Antikörper produziert, oder zu einer Gedächtniszelle, welche die Eigenschaften des Antigens speichert. Als Gedächtniszelle kann sie schnell aktiv werden, wenn dasselbe Antigen später erneut in den Körper eindringt.

T-Lymphozyten (auch T-Zellen) sind maßgeblich an der zellulären Immunität beteiligt. Man unterscheidet mehrere Typen: Zytotoxische T-Zellen (auch Killerzellen) identifizieren körperfremde Zellen oder von Viren infizierte Körperzellen anhand der MHC-Moleküle an deren Zelloberfläche und zerstören sie anschließend; einige zytotoxische Zellen sind auf Tumorzellen spezialisiert. Helferzellen koordinieren im Zusammenwirken mit anderen Faktoren des Immunsystems die spezifische Immunantwort (siehe Immunologie). Regulatorzellen (auch Suppressorzellen) verhindern eine Überreaktion des Immunsystems, indem sie andere T-Zellen hemmen.

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Monozyten

Monozyten sind mit einem Durchmesser von 12 bis 20 Mikrometern die größten Blutzellen, haben aber nur einen Anteil von 2 bis 8 Prozent an allen Leukozyten. Viele Monozyten wandeln sich in Gewebe und Organen zu Makrophagen um (als Mikrophagen werden die neutrophilen und eosinophilen Granulozyten zusammengefasst). In Lymphknoten sowie in größeren Geweben und Organen des Lymphsystems aktivieren so genannte dendritische Zellen, die ebenfalls von Monozyten abstammen, die T-Zellen für die spezifische Immunantwort. Sie gehören zu den Antigen-präsentierenden Zellen, die Antigene für andere Zellen des Immunsystems erkennen und zugänglich machen (siehe Histokompatibilität).

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