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Windows Live® Suchergebnisse AcidimetrieEnzyklopädieartikel
Acidimetrie (lateinisch acidum: Säure, griechisch metrein: messen), analytische Methode zur Bestimmung der Konzentration einer Säure durch Zugabe einer Base (siehe Säuren und Basen). Ausgangspunkt der Acidimetrie ist eine wässrige Lösung einer Säure mit unbekannter Konzentration (cA). Zunächst misst man von dieser Lösung das Volumen (VA) ab und gibt eine kleine Menge eines pH-Indikators zu. Bei Letzterem handelt es sich um eine chemische Substanz, die bei Änderung des pH-Werts ihre Farbe ändert. Ein bekannter pH-Indikator ist das Phenolphtalein, das im Sauren farblos, im Alkalischen dagegen kräftig rot gefärbt ist. Nach Hinzufügen des Indikators beginnt man mit der schrittweisen Zugabe einer Lauge, deren Konzentration (cB) bekannt ist. Die Zugabe erfolgt aus Büretten – Glasrohren mit genauer Volumenskala, an denen ein leichtgängiges Ventil angebracht ist. Durch die zugegebene Lauge wird die Säure schrittweise neutralisiert, bis sie schließlich vollständig verbraucht ist. Den Punkt, an dem die zugegebene Lauge die vorliegende Säure genau neutralisiert hat, nennt man den Äquivalenzpunkt. Bei weiterer Zugabe von Lauge über den Äquivalenzpunkt hinaus wird die Lösung stark alkalisch und der pH-Indikator ändert seine Farbe. Sobald dies geschieht, liest man das bis zu diesem Zeitpunkt zugegebene Volumen VB an der Bürette ab. Zur weiteren Berechnung muss die Stöchiometrie der betrachteten Reaktion bekannt sein. Sind Säure und Lauge einwertig (z. B. Salzsäure und Natronlauge), ergibt sich die Konzentration der ursprünglich vorgelegenen Säure (cA) dann als
Die Acidimetrie ist nur eine Variante der Neutralisationstitration. Ganz analog kann eine unbekannte Konzentration einer Base durch Zugabe einer Säure bestimmt werden (Alkalimetrie). Siehe auch Titrimetrie; Titration; chemische Analyse
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