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Windows Live® Suchergebnisse AktionskunstEnzyklopädieartikel
Aktionskunst, Oberbegriff für die um 1960 entstandenen Kunstgattungen Happening und Performance. Aktionen verbinden Elemente der bildenden Kunst und des Theaters, teilweise auch der Musik und der Literatur. Als Vorformen der Aktionskunst gelten die Auftritte der Dadaisten und Surrealisten von 1916 bis etwa 1925. Ein Happening findet unter aktiver Beteiligung des Publikums statt. Der Ablauf ist weitgehend offen, höchstens in den Grundzügen vom Künstler geplant, aber ansonsten situationsbedingt dem spontanen Verhalten der Akteure und dem Zufall überlassen. Das Publikum ist aufgefordert mitzuwirken und die Aktion zu gestalten. Ein Happening will die Grenze zwischen Kunst und Leben aufheben. Im Unterschied hierzu ist bei einer Performance der Ablauf mehr oder weniger festgelegt; der Künstler oder die Künstler agieren vor einem nicht aktiv beteiligten Publikum. Zentrales Moment ist hierbei der prozesshafte Ablauf in der Zeit. Allerdings werden die Begriffe Happening, Performance und Aktion nicht immer streng unterschieden. Das Happening hatte seine Blütezeit in der Kunst der sechziger Jahre und stand in der Nähe zur Pop-Art; es verstand sich in seiner Anfangszeit als aggressiver und provozierender Angriff auf das traditionelle Kunstverständnis und vor allem auf das käufliche und museale Kunstwerk. Ziel war eine kreative Erneuerung der Gesellschaft. Pionier dieser Kunstrichtung und wichtigster Theoretiker war Allan Kaprow. Die Performance wurde vorwiegend in den sechziger und siebziger Jahren ausgeübt, sie stand in der Nähe zu Kunstrichtungen wie Fluxus und Wiener Aktionismus. Wichtige Performance-Künstler sind Joseph Beuys, Nam Yune Paik, Charlotte Moorman, Günter Brus, Hermann Nitsch, Wolf Vostell, Klaus Rinke, Ulrike Rosenbach, Lili Fischer. Aktionen werden oft in Photographien, Filmen oder Videos (siehe Videokunst) festgehalten, Aktionsrelikte als skulpturale Werke (z. B. bei Hermann Nitsch) oder in Form von Rauminstallationen ausgestellt.
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