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  • Retabel

    Missa ... Retabel Das Wort Retabel ist abgeleitet von retrotabulum, retrotabularium, retabulum, und verweist auf seinen Standort auf der Mensa hinten auf dem Altar.

  • Antwerpener Retabel – Wikipedia

    Antwerpener Retabel (im allgemeinen Sprachgebrauch auch Antwerpener Altäre) ist die Sammelbezeichnung für eine Gattung des Flügelaltars, die besonders im ersten Drittel des 16.

  • Libri.de - Das Landkirchener Retabel

    Das Landkirchener Retabel - 90 schw. -w. und 50 farbige Abbildungen. ... ISBN: 393771961X EAN: 9783937719610 Libri: 7387040. Herausgegeben von Uwe Albrecht, Bernd Bünsche

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Retabel

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AltarretabelAltarretabel

Retabel, der Aufsatz oder die Rückwand eines Altars. Retabel stehen auf dem hinteren Teil der Altarplatte (Mensa) oder auf einem Untersatz hinter dem Altar. Retabel gehören seit dem11. Jahrhundert zur Ausstattung von Altären. Im Mittelalter waren Retabel noch eine Ausnahme, erst im Barock wurden sie zur Regel. Der mittelalterliche Typus bestand aus einem auf der Mensa stehenden, rechteckigen Aufsatz aus Edelmetall, bemaltem Holz, Stuck oder Stein. Meist war er mit Reliefs geschmückt. Zu den ältesten erhaltenen Retabeln gehören das aus Stavelot stammende so genannte Koblenzer Retabel (um 1160 bis 1170, heute im Museum Cluny in Paris), das Stuckretabel des Erfurter Doms von 1160 sowie das aus Soest stammende bemalte Holzretabel von 1230 (heute in der Berliner Gemäldegalerie). Das gotische Retabel entwickelte sich in die Höhe und wurde meist reich mit architektonischen Zierformen geschmückt (z. B. Hochaltar der Elisabethkirche in Marburg, 1290). Schreine nahmen Reliquienbehälter oder Figuren auf. Außen und innen reich durch figürliche Skulpturen oder Malerei geschmückte, aufklappbare Flügel verschlossen den Schrein. Daraus entwickelte sich im Spätmittelalter vor allem im süddeutschen und alpenländischen Raum der so genannte Altarflügelschrein und der Typus des Wandelaltars, für den der Sterzinger Altar von Hans Multscher von 1459 vorbildhaft wurde (siehe Schnitzaltar). Charakteristisch für diese Altäre ist der überaus reiche plastische Schmuck.

Seit der Frührenaissance setzte sich zuerst in Italien, später auch nördlich der Alpen das gemalte Retabel durch. Bedeutende Beispiele sind das Genter Retabel der Brüder van Eyck (1432, Kathedrale Sint Baafs, Gent) und der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald (vollendet um 1515, Musée d’Unterlinden, Colmar). Vorbildlich für Raumwirkung, Form und Architektur des neuzeitlichen Typus eines Hochaltars wurde das 1516 aufgestellte Retabel in der „Frari-Kirche” (Santa Maria Gloriosa dei Frari) in Venedig: Das Retabel steht frei hinter dem Hochaltar und wird von kolossalen, kannelierten korinthischen Säulen flankiert. Von epochaler Bedeutung war auch das Altarbild dieses Retabels, Tizians Assunta von 1518, das das Bild Marias und die Darstellung der Himmelfahrt für Jahrhunderte prägte.

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