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Aluminiumverbindungen

Enzyklopädieartikel

Aluminiumverbindungen, Sammelbezeichnung für die anorganischen und organischen Verbindungen des Aluminiums.

Aluminium (Elementsymbol Al) ist ein unedles Metall, das seine drei Valenzelektronen bereitwillig an seine Bindungspartner abgibt und deswegen fast ausnahmslos dreiwertig auftritt. Es ist das häufigste Metall in der Erdkruste, weswegen Alumiumverbindungen in der Natur weit verbreitet sind. Hierbei tritt Aluminium meist als Oxid und häufig in Kombination mit Silicium auf („Alumosilicate”). So ist es beispielsweise Bestandteil des Kalifeldspats (K[AlSi3O8]) oder des Kaliglimmers (KAl2(OH,F)2[AlSi3O10]). Im Tonnenmaßstab wird der Bauxit (AlO(OH)) zur Gewinnung des reinen Leichtmetalls abgebaut. Weitere natürlich vorkommende Aluminiumverbindungen sind die Oxide (Al2O3; „Tonerde” oder Korund). Sie sind harte farblose Kristalle, die auch synthetisch hergestellt werden und als Schleifmittel oder für mechanisch stark beanspruchte Werkstücke (Spinndüsen etc.) Verwendung finden. Einige Edelsteine (z. B. Rubin, Saphir) bestehen hauptsächlich aus Al2O3 mit Spuren anderer Metalle, die ihnen ihre charakteristische Farbe verleihen.

Von den technisch hergestellten Aluminiumverbindungen ist das Sulfat (Al2(SO4)3) das mengenmäßig wichtigste. Es wird in der Papier- und Lederindustrie als Leim- und Gerbemittel verwendet. Aluminiumchlorid (AlCl3) ist ein stark rauchender, wasserempfindlicher Feststoff, der als Katalysator in Friedel-Crafts-Reaktionen verwendet wird.

Aluminiumhydroxid (Al(OH3)) ist ein amphoterer Feststoff, der in Wasser unlöslich ist, aber unter Zusatz von Säuren oder Laugen in Lösung geht (als Al3+ bzw. Al[OH]4-). Zu den organischen Aluminiumverbindungen gehören die Alkylaluminiumverbindungen, die als Ziegler-Natta-Katalysatoren bei der Kunststoffherstellung verwendet werden.

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