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Windows Live® Suchergebnisse AnalphabetismusEnzyklopädieartikel
Analphabetismus, Lese- und Schreibunkundigkeit. Man unterscheidet zwischen völligem (elementaren) und teilweisem Analphabetentum (auch funktionaler Analphabetismus genannt) sowie Semianalphabeten (lese- aber nicht schreibfähig) und Sekundäranalphabeten (Menschen, die ihre einst erworbene Lese- und Schreibkundigkeit wieder verloren haben). Der prozentuale Anteil von Analphabeten an der Weltbevölkerung ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Die absolute Zahl nimmt jedoch aufgrund des Bevölkerungswachstums weiter zu. Die UNESCO gab die Zahl der Schriftunkundigen 2000 mit 993 Millionen an, darunter sind 113 Millionen Jugendliche ohne Schulausbildung; 63 Prozent der Analphabeten sind Frauen. Analphabetismus kommt in allen Ländern der Erde vor. In Industriestaaten ist er das Merkmal einer Minderheit in einer stark schriftsprachlich geprägten Gesellschaft, während in den Entwicklungsländern meist große Teile der Bevölkerung hiervon betroffen sind. Analphabetismus ist stark mit Armut verknüpft: Je ärmer ein Land, desto geringer ist die Möglichkeit, in diesem Land lesen und schreiben zu lernen. Weltweit sind deutlich mehr Frauen als Männer betroffen, weil – besonders in traditionell geprägten Gesellschaften – weniger Frauen als Männer eine Schule besucht haben. In der Bekämpfung des Analphabetismus sieht die UNESCO eine ihrer Hauptaufgaben. Siehe auch Lesen und Schreiben; Alphabetisierung
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