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Windows Live® Suchergebnisse Theo AngelopoulosEnzyklopädieartikel
Theo Angelopoulos, eigentlich Thodoros Angelopoulos, (*1935), griechischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Mit seinen poetischen Arbeiten ist er der bedeutendste Vertreter des griechischen Films. Angelopoulos wurde am 17. April 1935 in Athen geboren. Nach seinem Jurastudium besuchte er die renommierte Filmschule IDHCE in Paris, an der u. a. bereits Louis Malle, Constantin Costa-Gavras und Volker Schlöndorff studiert hatten. In den siebziger Jahren drehte er mehrere Filme, die die griechische Geschichte des 20. Jahrhunderts zum Gegenstand hatten. Angelopoulos gilt als Chronist der Geschichte seines Landes. Seine erste Regiearbeit war Anaparastassi (1970; Rekonstruktion). Mit dem politischen Film O thiassos (1975; Die Wanderschauspieler), einer kühnen Verarbeitung des Atriden-Mythos, gelang ihm bei den Filmfestspielen von Cannes der internationale Durchbruch. Sein visuell beeindruckender Film O Megalexandros (1980; Der große Alexander) wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen prämiert. Angelopoulos filmischer Stil ist geprägt durch poetische, traumgleiche Bilder und langsame Kamerafahrten. Weitere bedeutende Arbeiten sind die Filme der „Trilogie des Schweigens”: Taxidi sta Kithira (1984; Reise nach Kythera), O melissokomos (1986; Der Bienenzüchter, mit Marcello Mastroianni) und Topio stin omichli/Paysage dans le brouillard (1988; Landschaft im Nebel), für welchen Angelopoulos bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde. In den neunziger Jahren folgten Le Pas suspendu de la cigogne (1992; Der schwebende Schritt des Storches) und Le Regard d’Ulysse (1995; Der Blick des Odysseus). Für Mia eoniotita ke mia mere (1998; Die Ewigkeit und ein Tag), eine melancholische Studie über einen todkranken Dichter, verkörpert von Bruno Ganz, der den letzten Tag vor seiner Einlieferung ins Krankenhaus mit einem albanischen Flüchtlingsjungen verbringt, wurde Angelopoulos bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. To livadi pou dakryzei (2004; Eleni – Die Erde weint) bildet den Auftakt zu einer ambitionierten historischen Trilogie, die in erlesenen Bildern die Geschichte Griechenlands im 20. Jahrhundert nachzeichnet, angereichert mit Motiven aus der griechischen Mythologie.
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