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Windows Live® Suchergebnisse AntiimperialismusEnzyklopädieartikel
Antiimperialismus, Gegnerschaft zum Imperialismus, Ablehnung der machtpolitischen Hegemoniebestrebungen und ökonomischen Ausbeutung der Dritten Welt durch entwickelte Industriestaaten. Der Antiimperialismus richtet sich nicht nur gegen aggressive Formen machtpolitischer Herrschaftsexpansion und -sicherung oder die ideologische Umstrukturierung und Gleichschaltung anderer Staaten. Kritisiert werden auch subtilere Formen der Ausbeutung wie die Schaffung und Aufrechterhaltung strukturell bedingter Abhängigkeitsverhältnisse der schwächeren Wirtschaftssysteme von der Abnahme- und Investitionsbereitschaft überlegener Wirtschaftssysteme. Unterstellt wird auch, dass die Industrieländer durch bewusst falsche Entwicklungsstrategien die Entstehung wachstumsfähiger ökonomischer Strukturen in der Dritten Welt verhindern (Dependenztheorie). Seit Karl Marx wird in der kapitalistischen Produktionsweise der Grund für ein imperialistisches Auftreten der Staaten gesehen: Der Staat als ideeller Gesamtkapitalist reiße auch jenseits seines Hoheitsgebiets alle Schranken für den Erfolg der nationalen Wirtschaft nieder, damit diese Land und Leute weltweit benutzen könne. Bei diesem Bemühen kommen alle Mittel der ökonomischen und politischen Erpressung bis hin zum Einsatz von militärischer Gewalt zum Einsatz.
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