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Auenwald

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Auenwald, Auwald, in der Überschwemmungszone von Bächen und Flüssen verbreitetes Waldbiotop.

Standortbestimmender Faktor des Auenwaldes ist vor allem die mit den häufigen Überschwemmungen einhergehende hohe Wassersättigung des Bodens und damit schlechte Sauerstoffversorgung der unterirdischen Pflanzenorgane. Andererseits zeichnen sich Auenböden meist durch einen hohen Nährstoffgehalt und die Flora der Auenwälder (wegen der raschen Verbreitung durch das fließende Wasser) oft durch großen Artenreichtum aus.

Auenwälder lassen sich in Abhängigkeit der Überschwemmungshäufigkeit gliedern. In der flussnahen Weichholzaue (etwa 0,5 bis 1,5 Meter über dem mittleren Wasserstand) sind die Pflanzen auch mechanischen Belastungen durch die Strömung ausgesetzt. In Mitteleuropa wird sie hauptsächlich von verschiedenen Weiden, Pappeln und Erlen gebildet, wobei der dem Flussbett unmittelbar angrenzende Bereich von Weiden bestanden ist. Die Hartholzaue liegt auf höherem Niveau (mehr als 1,5 Meter über dem mittleren Wasserstand) und wird weniger häufig überflutet. Hier wachsen typischerweise Eschen, Ulmen und Stieleichen, Silber- und Schwarzpappeln. Kennzeichnend für Auenwälder ist in Mitteleuropa das Vorkommen von Kletterpflanzen wie Wilder Hopfen und Waldrebe sowie aufgrund der zahlreichen ökologischen Nischen eine ungewöhnliche Vielfalt der Tierwelt.

Auenwälder sind durch Flussregulierungen und Rodungen, Entwässerung, Kiesabbau sowie land- und forstwirtschaftliche Nutzung weitgehend vernichtet worden und gehören zu den vom Menschen am meisten bedrohten Biotopen. Viele Bewohner der Auenwälder sind daher selten geworden.

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