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Windows Live® Suchergebnisse HVB GroupEnzyklopädieartikel
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HVB Group, eine der führenden Großbanken Europas und auf die Bilanzsumme bezogen die zweitgrößte Bank Deutschlands. Die HVB Group mit Hauptsitz in München ging 2001 aus der Fusion von Bayerischer HypoVereinsbank AG und der Bank Austria AG (siehe Bank Austria Creditanstalt) hervor und ist seit Juni 2005 Teil der UniCredit Group.
Die bayerischen Wurzeln der HVB Group sind die Bayerische Vereinsbank AG und die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank AG. Die Bayerische Vereinsbank AG wurde 1869 in München gegründet. Seit der Übernahme der Bayerischen Handelsbank und der Vereinsbank in Nürnberg (1920) wuchs die Bayerische Vereinsbank ständig, so dass sie 1997 in Deutschland zu den fünf großen privaten Geschäftsbanken zählte. 1970 eröffnete die Bayerische Vereinsbank ihre erste ausländische Filiale in Tokyo. Die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank AG wurde 1835 in München gegründet. Sie war nicht nur im privaten Kreditgeschäft tätig, sondern fungierte über vier Jahrzehnte auch als bayerische Notenbank. Seit dem 2. Weltkrieg wurde die Bank beständig im internationalen Bereich ausgebaut. Die Bank engagierte sich auch in der Förderung von Kunst und Kultur: In der Hypo-Kunsthalle in München finden seit 1985 Ausstellungen renommierter Künstler statt, und seit 1986 wird jährlich der mit 50 000 Euro dotierte Denkmalpreis der Hypo-Kulturstiftung vergeben. Die Absicht zum Zusammenschluss der beiden Banken zur Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG (kurz HypoVereinsbank, HVB) wurde im Juli 1997 bekannt gegeben, die endgültige Fusion wurde mit Wirkung zum 1. September 1998 rechtskräftig. Im Februar 2001 fusionierte die HypoVereinsbank mit der österreichischen Bank Austria (seit 2002 Bank Austria Creditanstalt) zur HVB Group. Die HVB Group hatte zwischen 2002 und 2004 wegen Abschreibungen auf Anlagen, Wertberichtigungen auf Kredite sowie Problemen im stark regulierten Inlandsmarkt einen Verlust von mehreren Milliarden Euro angehäuft. Vor diesem Hintergrund gab die HVB Group im Mai 2005 bekannt, sich mit der größten italienischen Bank UniCredito Italiano SpA zusammenzuschließen. Der neue Gesamtkonzern, seit Juni 2005 die UniCredit Group, ist mit einer Bilanzsumme von rund 787 Milliarden Euro, mehr als 28 Millionen Kunden und etwa 140 000 Mitarbeitern eines der größten Geldinstitute Europas.
2005 erzielte die HVB Group ein Betriebsergebnis von über 1,8 Milliarden Euro (2004: knapp 1,4 Milliarden Euro) und einen Jahresüberschuss von 642 Millionen Euro (2004: mehr als 2,4 Milliarden Euro Verlust). Die Bilanzsumme der Gruppe lag 2005 bei rund 493 Milliarden Euro (2004: etwa 467 Milliarden Euro). Zum Jahresende 2005 beschäftigte die HVB Group rund 61 000 Mitarbeiter, davon mehr als 25 000 in Deutschland (2004: über 57 000 Mitarbeiter, davon rund 26 000 in Deutschland).
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