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Luc Besson (*1959), französischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit dem Taucherfilm Le Grand bleu (1987; Im Rausch der Tiefe), der Kultstatus erlangte. Besson wurde am 18. April 1959 als Sohn eines Tauchlehrerehepaares in Paris geboren und wuchs an verschiedenen Orten am Mittelmeer auf, zumeist in Jugoslawien und Griechenland. Nach einem Tauchunfall musste er seine Absicht, Meeresbiologe zu werden, aufgeben und wandte sich dem Film zu. Nachdem er als Regieassistent gearbeitet und vier Kurzfilme gedreht hatte, gab Besson ein erfolgreiches Regiedebüt mit Le Dernier combat (1982; Der letzte Kampf), einem visuell beeindruckenden Endzeitdrama, das ganz ohne gesprochene Worte auskommt. Es folgte der Kriminalfilm Subway (1985; Subway) mit Christopher Lambert und Isabelle Adjani in den Hauptrollen. Sein Taucherfilm Le Grand bleu (1987; Im Rausch der Tiefe), eine Hommage an den berühmten Taucher Jacques Mayol, machte Besson schlagartig international bekannt. Das bildgewaltige Werk handelt vom Wetttauchen zweier Männer, bei denen der Ehrgeiz, siegen zu wollen, bald hinter den Wunsch zurücktritt, eins zu werden mit dem Element Wasser. Der Film stieß bei der Kritik auf gemischte Reaktionen, wurde von der Mehrheit des Publikums aber zum Kultfilm erhoben. La Femme Nikita (1991; Nikita, mit Anne Parillaud), ein Film über eine junge Kriminelle, die vom Geheimdienst zur Killerin ausgebildet wird, hatte in den USA einen so großen Erfolg, dass John Badham 1993 ein Remake unter dem Titel Point of No Return (1993; Codename: Nina) drehte. Der Dokumentarfilm Atlantis (1991; Atlantis) beeindruckte durch seine ästhetischen Unterwasseraufnahmen. Besson arbeitet bevorzugt mit dem französischen Schauspieler Jean Reno zusammen, dem er schon in seinem Debütfilm eine Rolle übertragen hatte und der auch in Le Grand bleu und in La Femme Nikita mitspielte. Die Titelrolle übernahm Reno in Bessons Léon/The Professional (1994; Leon – Der Profi), einem atemberaubenden Thriller über einen Berufskiller, der von einem zwölfjährigen Mädchen (Natalie Portman in ihrer ersten Rolle) aus seiner erstarrten Existenz gerissen wird. Ein Kassenschlager wurde auch die aufwendige Sciencefictionparodie The Fifth Element (1997; Das fünfte Element) mit Bruce Willis, Gary Oldman sowie Milla Jovovich, mit der Besson von 1997 bis 1999 verheiratet war. Jovovich spielte auch die Titelrolle in dem opulenten, mit spektakulären Actionszenen versetzten Historienfilm Messenger: The Story of Joan of Arc (1999; Johanna von Orleans), der psychologisierend – und nach Meinung der meisten Kritiker wenig überzeugend – die Lebensgeschichte der französischen Nationalheldin Jeanne d’Arc nachzeichnet. Seit dieser Regiearbeit war Besson mehrere Jahre lang als Produzent und Drehbuchautor für Filme französischer Kollegen tätig. So verfasste er u. a. die Drehbücher zu der in Frankreich äußerst erfolgreichen Actionkomödie Taxi (1997; Taxi) und deren Fortsetzungen Taxi Taxi (1999; Taxi Taxi), Taxi 3 (2003; Taxi 3) sowie zu dem US-Remake Taxi (2004; New York Taxi). Besson schrieb zudem das Drehbuch zu dem Martial-Arts-Film Kiss of the Dragon (2001; Kiss of the Dragon), dem Actionfilm Transporteur (2002; The Transporter) und dessen Fortsetzung The Transporter 2 (2005; Transporter – The Mission), dem Thriller Les Rivières pourpres 2 – Les Anges de l’apocalypse (2004; Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse) und dem Actionfilm Unleashed (2005; Unleashed – Entfesselt). Erst 2005 kam wieder eine Regiearbeit von ihm in die Kinos: Angel-A (Angel-A), ein in lyrischen Schwarz-Weiß-Bildern gedrehtes Drama im Stil des poetischen Realismus, erzählt von einem lebensmüden Pariser Kleingangster, der in der Begegnung mit einer engelgleichen Frau zu neuem Lebensmut findet.
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