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Windows Live® Suchergebnisse Alfred BiolekEnzyklopädieartikel
Alfred Biolek (*1934), deutscher Fernsehmoderator, Produzent und Talkmaster. Ab Anfang der achtziger Jahren zählte er mehr als zwei Jahrzehnte lang zu den populärsten Moderatoren des deutschen Unterhaltungsfernsehens. Biolek wurde am 10. Juli 1934 in Karviná (Mährisch-Ostrau, heute Tschechische Republik) als Sohn eines Rechtsanwalts geboren und wuchs nach dem 2. Weltkrieg in Waiblingen bei Stuttgart auf. Nach dem Abitur studierte Biolek ab 1954 in Freiburg, München und Wien Jura und promovierte anschließend. 1963 kam er zur Rechtsabteilung des ZDF, übernahm aber auch redaktionelle Tätigkeiten im Unterhaltungsbereich. 1970 wechselte er zur Münchner Film-Fernseh-Produktionsgesellschaft Bavaria GmbH. Sein Durchbruch als Produzent gelang ihm mit der von Rudi Carrell moderierten beliebten Samstagabend-Show Am laufenden Band. Als er 1975 als Projektleiter für Spiel und Unterhaltung zum WDR in Köln wechselte und nebenbei verschiedene kleine Talkshows initiierte, begann seine Karriere als Moderator. Seine erste Fernsehsendung Bio’s Bahnhof startete 1978. Im gleichen Jahr gründete Biolek auch die Produktionsfirma Pro GmbH. Wurde seine Show Mensch Meier (1985-1991) noch von den Kritikern abgelehnt, entwickelte sich Boulevard Bio (1991-2003) in der ARD zu einer beliebten Talkshow. In der Sendung Alfredissimo! Kochen mit Bio (1994-2007) lud der passionierte Hobbykoch Prominente ein und bereitete mit ihnen zusammen deren Lieblingsgerichte. Biolek veröffentlichte u. a. die Kochbücher Meine Rezepte (1995), Die Rezepte meiner Gäste (1997), Meine neuen Rezepte und Wein, wie ich ihn mag (1999) und Rezepte, wie wir sie mögen (2003, zusammen mit Eckart Witzigmann). Seine Memoiren tragen den Titel Bio. Mein Leben (2006). Mit seinem 2006 gestarteten Bühnenprogramm Mein Theater mit dem Fernsehen ließ er seine Karriere Revue passieren. 1990 erhielt Biolek einen Ruf als Professor an die Kölner Kunsthochschule für Medien. Für seine Arbeit erhielt er u. a. den Adolf-Grimme-Preis in Gold (1983), die Goldene Europa (1983) und den Bambi (1994).
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