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Windows Live® Suchergebnisse Hans-Jürgen von BoseEnzyklopädieartikel
Hans-Jürgen von Bose (*1953), deutscher Komponist. Sein vielseitiges Talent macht ihn zu einem der renommiertesten deutschen Komponisten seiner Generation. Von Bose wurde am 21. Dezember 1953 in München geboren. Nach dem Studium an der Musikhochschule Frankfurt am Main wurde er zuerst mit seiner Oper Blutbund (1974) und dem Ballett Die Nacht aus Blei (1980/81; nach Hans Henny Jahnn) einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Der entscheidende Durchbruch gelang ihm mit dem Musiktheaterwerk 63: Dream Palace (1990) nach dem Text von James Purdy, das mit dem BMW-Musiktheaterpreis der 2. Münchener Biennale ausgezeichnet wurde. Stilistische Vielfalt, melodische Schönheit und harmonische Raffinesse zeichnen Boses Musikstil aus. Virtuos werden Zitate unterschiedlicher Musikstile eingebaut, von Jazz bis Rockmusik, von Folklore bis Klezmermusik. Die gewagte und schon im Vorfeld kontrovers diskutierte Oper Schlachthof 5 (1996; nach dem Roman von Kurt Vonnegut) bestätigt seine Ausnahmestellung unter den zeitgenössischen Komponisten. Weitere bemerkenswerte Kompositionen Boses sind das Kammerorchesterwerk Travesties For A Sad Landscape (1978), die Oper Die Leiden des jungen Werther (1983/84, nach Johann Wolfgang von Goethe) sowie Symbolum für Orgel, großes Orchester (1988) und die einstündige Kafka-Oper K.Projekt 12/14 (2002), eine Collage mit Textfragmenten aus Die Verwandlung, Der Prozess, Tagebuchaufzeichnungen und Briefzitaten des großen Schriftstellers. Nach Gastprofessuren am Salzburger Mozarteum lehrt von Bose seit 1992 als Professor für Komposition an der Musikhochschule München.
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