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Windows Live® Suchergebnisse BündeEnzyklopädieartikel
Bünde, in der Ethnologie Bezeichnung für nicht auf Verwandtschaftsverbindungen basierende soziale Gebilde, die sich nach außen abgrenzen und nach innen eine, häufig gefühlsbetonte, gesellige Verbundenheit aufweisen. Diese Vereinigungen basieren in der Regel auf gemeinsamen Werten und Normen und/oder verfolgen bestimmte Ziele und Zwecke. Je nach Zusammensetzung der Mitglieder und Zweck der z. B. religiösen oder politischen Vereinigungen können verschiedenste Arten von Bünden unterschieden werden: So etwa Männer- oder Frauenbünde, Medizinbünde oder Bünde bestimmter Berufsstände, aber auch Kult- oder Geheimbünde sowie Krieger- oder ethnische Bünde. Die Aufnahme der einzelnen Mitglieder in die meist streng hierarchisierten Bünde wird häufig von Initiationszeremonien begleitet. In der ethnologischen Literatur werden Bünde zumeist unter ihrer Eigenbezeichnung beschrieben, da sich ihre jeweiligen Aufgaben, Zielsetzungen und Ausprägungen in der Regel nicht in einer einzelnen Kategorie erfassen lassen. Dabei werden in der deutschsprachigen Literatur in Zusammensetzung mit den Eigennamen für die Bezeichnung „Bund” synonym vielfach auch die Begriffe „Kult” oder „Gesellschaft” verwendet. Bünde finden sich weltweit in zahlreichen Gesellschaften, vor allem jedoch in Westafrika (beispielsweise Gelede-Bund der Yoruba), Melanesien und Ozeanien (beispielsweise die Bünde Duk-Duk oder Ingiet auf Neubritannien) sowie in Nordamerika (beispielsweise der Irokesenbund Hudenosaunee).
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