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Burgunder

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Die Burgunder während der germanischen VölkerwanderungDie Burgunder während der germanischen Völkerwanderung

Burgunder, ostgermanischer Stamm, der in der Völkerwanderungszeit von der Weichselmündung herkommend an den oberen Main und in den Odenwald zog, zu einem Teil den Rhein überschritt und in der Gegend von Worms siedelte. 413 herrschte hier der burgundische König Gundahar (Gunther), der gleichzeitig römischer Foederat war. Die östlich des Rheins verbliebenen Burgunder wurden von den Hunnen unterworfen, die 436 das burgundische Königreich vernichteten. Diese Ereignisse boten den Stoff für das Nibelungenlied, in dem die drei königlichen Brüder Gundahar, Gislahar und Gundomar Hauptrollen spielen, die in der Einleitung der Lex Burgundionum („Gesetz der Burgunder”) als Gesetzgeber erscheinen. Von dem römischen Feldherrn Aetius wurden die Überlebenden des Stammes in die Gegend um den Genfer See geführt, wo sie das römische Reich gegen die Alemannen schützen sollten. Zu ihnen stießen nach dem Zusammenbruch des Attilareiches um 451 weitere Burgunder, denen sich hunnische Volksteile hinzugesellt hatten. Zwischen 451 und 457 bildete sich ein neues burgundisches Königreich, dessen Dynastie sich auf den historisch nicht sicher belegten, aber in der Lex Burgundionum als Reichsgründer genannten Gibica zurückführte. 457 wurden die Burgunder Foederaten der Römer, und mehrere burgundische Könige wurden Heermeister der Römer. Sie verdrängten die Alemannen, führten 491 einen Heereszug gegen die Ostgoten in Oberitalien durch und plünderten Oberitalien. Mit den Franken fanden sie zunächst einen Ausgleich, doch fielen die drei Söhne des Frankenkönigs Chlodwig in das Burgunderreich ein, das nach längeren Kämpfen 534 dem Frankenreich eingegliedert wurde.

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