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Francesco CavalliEnzyklopädieartikel
Francesco Cavalli, eigentlich Pier-Francesco Caletti-Bruni, (1602-1676), italienischer Komponist, einer der bedeutendsten Vertreter der venezianischen Oper. Cavalli wurde am 14. Februar 1602 in Crema (Lombardei) geboren und erhielt seine musikalische Erziehung bei seinem Vater, Giovanni Battista Caletti, Kapellmeister an der Kathedrale von Crema. Der venezianische Adlige Federico Cavalli nahm den jungen Francesco mit nach Venedig und sorgte für dessen weitere Ausbildung. Traditionsgemäß übernahm der Junge dann den Familiennamen seines Mentors. 1616 trat Cavalli dem Chor von San Marco bei und erhielt auch Unterricht von Claudio Montiverdi. 1620 bis 1630 arbeitete Cavalli auch als Organist an der Kirche San Giovanni e Paolo. Er engagierte sich 1638 bei der Gründung einer neuen Operntruppe am Teatro San Cassiano. 1660 wurde Cavalli von Kardinal Mazarin nach Paris eingeladen, wo seine Oper Serse (1655) bei den Hochzeitsfeierlichkeiten von Ludwig XIV. und Maria Theresia aufgeführt wurde. 1662 kehrte Cavalli nach Venedig zurück und wurde 1668 zum Ersten Organisten und Kapellmeister von San Marco berufen. Er starb am 17. Januar 1676 in Venedig. Mit 41 Opern wurde Cavalli zum zweitwichtigsten Komponisten der venezianischen Oper nach Monteverdi. Nachdem seine Werke jahrhundertelang in Vergessenheit geraten waren, wurden einige Bühnenwerke in den letzten Jahren wieder aufgeführt. Bekannt sind die Oper Giasone (1649), Rosinda (1651), L’Orione (1653), Elena (1659), Ercole amante (1662) und Mutio Scevola (1665). Daneben schrieb er auch Messen und ein Requiem (1675).
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