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Windows Live® Suchergebnisse Antonio CestiEnzyklopädieartikel
Antonio Cesti, eigentlich Pietro Cesti, (1623-1669), italienischer Komponist. Cesti wurde am 5. August 1623 in Arezzo in der Toskana geboren. Er trat 1637 dem Orden der Franziskaner bei und änderte zu dieser Zeit seinen Vornamen in Antonio. Seine musikalische Ausbildung erhielt Cesti bei den Franziskanern, von Abbatini in Rom und Città di Castello (1637-1640) sowie von Giacomo Carissimi in Rom (1640-1645). Folgende Stationen seines musikalischen Lebenslaufes sind bekannt: 1645 bis 1649 Domkapellmeister in Volterra, 1652 bis 1657 Kapellmeister in Innsbruck bei Erzherzog Ferdinand, 1659 bis 1662 Päpstlicher Kapellsänger. Ab 1666 arbeitete Cesti als kaiserlicher Vizekapellmeister am Hof in Wien, wo 1667 anlässlich der Hochzeit Leopolds I. seine Festoper Il pomo d’oro (1667) aufgeführt wurde. Nach seiner Rückkehr nach Italien 1668 fand er eine Anstellung als Kapellmeister in Florenz. Cesti starb am 14. Oktober 1669 in Florenz. Cesti gilt heute als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des 17. Jahrhunderts. Mit über 100 Opern ist er neben Francesco Cavalli der wichtigste Komponist der venezianischen Schule. Seine Opern enthalten außer Rezitativen und Ariosi Arien der verschiedensten Formen, dazu Ensembles, Chöre und Instrumentalsätze. Kennzeichnend für seinen Musikstil sind eine weiche Melodieführung und die kantablen Melodien. Zu seinen bedeutendsten Opern zählen: Orontea (1649), Alessandro vincitor di se stesso (1651), L’Argia (1655), La Dori (1661), Il Tito (1666), Nettuno e Flora festeggianti (1666) sowie La Semirami (1667). Darüber hinaus schrieb Cesti über 60 Kantaten und Motetten.
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