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Constantin Costa-Gavras

Enzyklopädieartikel

Constantin Costa-Gavras, eigentlich Konstantinos Gavras, (*1933), französischer Filmregisseur griechischer Herkunft. Hohes Renommee erwarb er mit realistisch und publikumswirksam inszenierten Politthrillern.

Costa-Gavras wurde am 13. Februar 1933 als Sohn eines Regierungsbeamten in Athen geboren. Im Alter von 19 Jahren ging er nach Paris, um an der Sorbonne Literaturwissenschaften zu studieren; bald wechselte er jedoch auf die French Cinema School. 1956 erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. Constantin Costa-Gavras arbeitete als Fernsehautor und Regieassistent, ehe er 1965 in Compartiment tueurs (Mord im Fahrpreis inbegriffen) sein Regiedebüt gab. Mit seinem dritten Film, Z (1968) – über das griechische Obristenregime –, begründete er seinen Ruf als Spezialist für politische Thriller mit realem Hintergrund; 1970 wurde er für Z mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet.

In L’aveu (1970; Das Geständnis) griff Costa-Gavras die stalinistische „Säuberung” in der damaligen CSSR auf, und mit State of Siege (1972; Der unsichtbare Aufstand) inszenierte er einen Film über die rebellischen Tupamaros in Uruguay. Seinen ersten Hollywoodfilm drehte er 1981 mit Missing (Vermißt) über den authentischen Fall eines während des Allende-Regimes in Chile spurlos verschwundenen amerikanischen Journalisten. Music Box (1989; Music Box – Die ganze Wahrheit) erzählt die Geschichte eines ungarischen Kriegsverbrechers, der unentdeckt in Amerika lebt; für diesen Film wurde Costa-Gavras bei den Berliner Filmfestspielen mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Weitere Filme: Il 13. uomo (1966; Ein Mann zuviel), Section speciale (1975; Sondertribunal – Jeder kämpft für sich allein), Un attimo una vita (1979; Die Liebe einer Frau), Hanna K. (1983), Conseil de Familie (1985; Ehrbare Ganoven), Betrayed (1987; Verraten), La petite apocalypse (1992; Die kleine Apokalypse), Mad City (1997; Verrückte Stadt), Amen (2002; Der Stellvertreter, nach dem Stück von Rolf Hochhuth).

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