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Windows Live® Suchergebnisse DaseinEnzyklopädieartikel
Dasein, als deutsche Übertragung des lateinischen existentia seit der Philosophie der Aufklärung Begriff für das faktische Vorhandensein eines Dings, einer Sache oder einer Person. Nähere Bestimmungen werden unter dem Begriff des Soseins subsumiert, der die konkrete Beschaffenheit eines Seienden bezeichnet. Eine besondere und spezifischere Bedeutung kommt dem Begriff des Daseins in der Existenzphilosophie und im Existentialismus zu. In der Fundamentalontologie Martin Heideggers (Sein und Zeit, 1927) meint Dasein dasjenige Seiende, das sich zu sich selbst, zur eigenen Existenz also, verhält, wie dies vom Menschen gesagt werden kann. Das Dasein als unserer Erkenntnis am ehesten zugängliche Form des Seins dient dabei als Ansatzpunkt der Daseinsanalytik. Diese hat die Bestimmung dessen zum Ziel, was das Wesen des Seins, sein Sinn und sein Ziel sei. Über das Sein des Daseins, d. h. seine Existenz, entscheidet die Wahl, die es im Blick auf seine eigenen Möglichkeiten trifft. Verwirklicht es sich durch seine Wahl selbst, so tritt es in die Seinsform der „Eigentlichkeit”. Folgt es jedoch dem Vorgegebenen, dem „Man”, so ist sein Sein „uneigentlich”. Bei Karl Jaspers (Von der Wahrheit, 1947) ist das Dasein jener Raum, in dem Sein überhaupt erst erfahren werden kann – und als das Leben des Einzelnen eine der Weisen des „Umgreifenden”.
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