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Windows Live® Suchergebnisse DeflationEnzyklopädieartikel
Deflation, äolische (durch Wind hervorgerufene) Abtragung von Feinsedimenten durch Ab- und Ausblasen. Die Windabtragung, auch äolische Erosion genannt, wirkt auf Gesteinsoberflächen und Ablagerungen, die bereits durch verschiedene Prozesse der Verwitterung gelockert sind. Besonders wirksam ist sie dort, wo keine Vegetationsdecke die verwitterten Lockerstoffe vor Abtragung schützt. So entstehen vor allem in Wüsten und Halbwüsten durch Ausblasen und Abblasen Steinpflaster, Pilzfelsen, Felsüberhänge, blank gefegte Flächen und längliche, abflusslose Deflationswannen (z. B. in der Sahara und in der Namib). Je nach Windstärke tritt die Deflation auch in gemäßigten Klimaten in Regionen auf, in denen klima- oder kulturtechnisch bedingt die schützende Pflanzendecke vorübergehend fehlt. Beispielhaft sei hier der nordamerikanische Mittlere Westen genannt, dessen Ackerflächen als dust bowl bekannt wurden. Dort bliesen Staubstürme über mehrere Jahrzehnte den fruchtbaren Prärieboden aus, bis an vielen Stellen nur noch ertragslose Badlands zurückblieben. Dieser Art der Bodenerosion kann durch die Anpflanzung von Hecken, Waldstreifen und Schutzwäldern begegnet werden. Eine geeignete Form der Bewirtschaftung des Landes ist das so genannte Konturpflügen, bei dem die Bearbeitung des Bodens parallel zu den Höhenlinien erfolgt.
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