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Windows Live® Suchergebnisse DekumatlandEnzyklopädieartikel
Dekumatland (von lateinisch agri decumates: „Zehntland”), bei Tacitus zu findende Bezeichnung ungeklärter Herkunft für das Terrritorium zwischen Rhein und Donau sowie das Neckargebiet mit den Randbergen. Die ursprünglich hier siedelnden Keltenstämme – überwiegend Helvetier – hatten bereits den Sweben und Teutonen weichen müssen. Seit den Flavierkaisern (zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr.), vor allem unter Domitian, wurde das Dekumatland etappenweise erobert, der römischen Provinz Germania Superior einverleibt und durch den Limes gesichert. Aus den archäologischen Funden geht hervor, dass das Dekumatland wohl immer Grenzland mit straffer militärischer Organisation war und dass das Land unter der römischen Oberherrschaft („Schutz”) zu einem gewissen Wohlstand kam. 260 fiel das Gebiet endgültig den Alemannen in die Hände, nachdem es ein Jahrhundert lang Angriffsziel germanischer Stämme gewesen war.
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