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Diät

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Diät, Krankenkost, eine Kost, die sich von der gewohnten Ernährung unterscheidet und bei bestimmten Erkrankungen oder Gewichtsproblemen Anwendung findet. Die Nahrung wird so zusammengestellt, dass sie den besonderen Bedürfnissen des Patienten gerecht wird. Mit einer Diät kann versucht werden, den Stoffwechsel und bestimmte Körperorgane gezielt zu beeinflussen. So stellt eine Diät manchmal eine regelrechte Therapie dar, oder sie unterstützt die Behandlung einer Erkrankung. Die Krankenbehandlung in der Diätetik oder Ernährungstherapie besteht in der Änderung der Menge (Quantität) oder der Zusammensetzung (Qualität) der Nahrung.

Bei so genannten Mastkuren (Aufbaukost), wobei besonders Fette, Öle und Kohlenhydrate in der Nahrung angereichert sind, liegt die tägliche Energiezufuhr bei 11 500 bis 12 500 Kilojoule. Sie werden z. B. bei Schilddrüsenüberfunktion durchgeführt. Bei der Abmagerungsdiät wird die tägliche Aufnahme auf 3 500 bis 4 200 Kilojoule beschränkt. Diese Kost setzt sich vorwiegend aus proteinreicher, fett- und kohlenhydratarmer Nahrung zusammen. Reine Fastenkuren, so genannte Nulldiäten, unter ärztlicher Aufsicht dauern gewöhnlich zwei bis drei Wochen und führen zu erheblicher Gewichtsabnahme. Hauptindikationen für Abmagerungskuren sind Leber- und Herzleiden, Nieren- und Darmerkrankungen und insbesondere Fettsucht (Adipositas).

Qualitativ veränderte Nahrung wird zur Behandlung von Krankheiten angesetzt, bei denen die Aufnahme, der Abbau oder die Ausscheidung von bestimmten Nahrungsbestandteilen gestört sind. Proteinarme Kost wird z. B. verabreicht bei Nierenerkrankungen und bei Gicht. Kohlenhydratarme Kost ist die Grundlage der Diät bei Diabetes mellitus. Fettarme Kost ist angezeigt, wenn Fett im Darm nicht abgebaut werden kann, so bei Galle-, Leber- und Darmerkrankungen und Krankheiten der Bauchspeicheldrüse. Durch eine kochsalzarme oder kochsalzfreie Diät, z. B. Reisdiät, wird weniger Wasser im Körper zurückgehalten. Sie unterstützt die Therapie von Herzerkrankungen und Bluthochdruck.

Die vegetarische Ernährung wird vor allem zur so genannten Umstimmung eingesetzt, ein therapeutisches Prinzip aus dem Bereich der Naturheilverfahren, das durch bestimmte Ernährungstherapien, Klimakuren und durch körperliches Training zu einer vegetativen Umstimmung bzw. Anregung der Immunität führen soll. Ihre Sonderform, die Rohkost, ist besonders reich an Vitaminen und Mineralsalzen. Eine so genannte Schaukeldiät bezeichnet eine dreitägige abwechselnde Verabreichung von ansäuernder und alkalisierender Kost bei bakterieller Erkrankung der Harnwege zur Änderung der Harnreaktion. Eine schlackenarme Kost mit wenig Cellulosegehalt wird verabfolgt, wenn Magen und Darm geschont werden müssen, z. B. bei Darmentzündungen oder nach Operationen. Schlackenreiche Kost wirkt durch vermehrte Darmfüllung peristaltikanregend und wird bei chronischer Verstopfung verordnet.

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