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DVD

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Die Compact Disc und DVD-Systeme im Vergleich (Auswahl)Die Compact Disc und DVD-Systeme im Vergleich (Auswahl)
Artikelgliederung
1

Einleitung

DVD (Digital Versatile Disc), optisches Speichermedium für multimediale Informationen mit extrem hoher Speicherkapazität (siehe Kapazität).

Ursprünglich war DVD die Abkürzung für Digital Video Disc, die als Standard für die Speicherung von Videoinformationen mit dem System des SD-ROM (Super Density Read Only Memory) konkurrierte. Aus beiden Systemen wurde Ende 1995 ein einheitlicher Standard geschaffen, für den seit Anfang 1996 die offizielle Bezeichnung DVD als Abkürzung für Digital Versatile Disc gilt, da dieses Speichermedium nicht ausschließlich für Videofilme, sondern auch für Softwareprodukte genutzt wird.

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Aufbau

Der Aufbau der DVD ist ähnlich einer normalen CD, wobei jedoch durch Auftragen einer zweiten Datenträgerschicht und die Möglichkeit einer doppelseitigen Nutzung vier verschiedene Formate mit unterschiedlichem Speichervolumen möglich sind. Das Speichervolumen der ersten Schicht beträgt 4,7 Gigabyte, während die zweite Schicht, die etwas dünner ist, eine Kapazität von 3,8 Gigabyte besitzt. Bei einer doppelseitigen Ausnutzung des Datenträgers ergibt sich somit eine mögliche Gesamtspeicherkapazität von 17 Gigabyte. Die Informationen sind wie bei einer CD auf Erhöhungen und Vertiefungen (Lands und Pits) auf der einen Schicht von innen nach außen, und auf der anderen von außen nach innen verteilt. Im Gegensatz zur CD sind die Abstände zwischen den Pits (bzw. den Lands) bei einer DVD bedeutend kleiner. Die Abtastung erfolgt mit einem stark gebündelten Laserstrahl, der durch eine veränderte Fokussierung innerhalb von fünf Millisekunden von der einen zur anderen Schicht wechseln kann. Auf der Grundlage der DVD-1, die als erster Standard vorlag und sowohl für CD-ROM-Anwendungen im Computerbereich wie auch als Speichermedium für Spielfilme genutzt wurde, entstanden in immer kürzerer Zeit zahlreiche Weiterentwicklungen.

Mit Hilfe so genannter DVD-Brenner (DVD-Writer) lassen sich auch DVD-Rohlinge mit Daten versehen. Allgemein werden einfach beschreibbare DVD-Rs (Digital Versatile Disc Recordable), wieder beschreibbare DVD-RWs (Digital Versatile Disc ReWritable) und ebenfalls wieder beschreibbare DVD-RAMs unterschieden. Zusätzlich wird eine spezielle Software zum Erstellen von DVDs benötigt. Ähnlich wie beim Vervielfältigen von Musik-CDs oder CD-ROMs ist in Deutschland das Vervielfältigen von DVDs unter Umgehung eines Kopierschutzes seit August 2003 strafbar.

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Weitere Entwicklungen

Jüngste Weiterentwicklungen der herkömmlichen DVD mit 4,7 Gigabyte (einfach) Fassungsvermögen gehen in Richtung Vergrößerung des Speichervolumens. Eine Möglichkeit, die Speicherdichte zu erhöhen, bietet die Verringerung der Abstände zwischen den Lands und Pits (siehe oben). Je kleiner diese Abstände jedoch sind, desto schwieriger lassen sich diese mit rotem Laserlicht (Wellenlänge: 625 Nanometer) auslesen, das bei herkömmlichen DVDs genutzt wird. Hierzu entwickelten Forscher namhafter Institutionen und Firmen die so genannte Blue-Ray-Disc, die sich mit Hilfe eines blauen Lasers auslesen lässt. Blaues Laserlicht besitzt eine kleinere Wellenlänge (405 Nanometer) und vermag die kleineren Abstände auf der neuen Disc aufzulösen. Die einfache Blue-Ray-Disc besitzt ein Speichervolumen von 27 Gigabyte – doppelseitig genutzt sind sogar 50 Gigabyte möglich.

Eine DVD, die nach dem Öffnen der Verpackung nur wenige Tage haltbar ist, wurde im Frühjahr 2003 vorgestellt. Sie besteht aus einem speziellen Polycarbonat, durch das Luftsauerstoff diffundieren kann. Im Laufe der Zeit oxidiert der Sauerstoff den Klebstoff, der beide Teilscheiben der DVD miteinander verbindet. Durch diese Oxidation verdunkelt sich der Klebstoff, wodurch die Daten nicht mehr gelesen werden können. Um eine vorzeitige Oxidation zu vermeiden, werden die DVDs luftdicht verpackt. Diese Technik könnte sich z. B. für Demoversionen von Software oder für den Filmverleih eignen.

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