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Windows Live® Suchergebnisse Hans EhardEnzyklopädieartikel
Hans Ehard (1887-1980), deutscher Jurist und Politiker (CSU), Vorsitzender der CSU (1949-1955), bayerischer Ministerpräsident (1946-1954 und 1960-1962) und Justizminister (1962-1966). Ehard, geboren am 10. November 1887 in Bamberg, studierte Rechtswissenschaften in München und Würzburg und promovierte 1912 zum Dr. iur. Nach dem Krieg wurde er 1919 Staatsanwalt im bayerischen Justizministerium und war in dieser Funktion nach dem Hitler-Putsch 1923 Vertreter der Anklage. Von 1925 bis 1931 war Ehard für das Reichsjustizministerium in Berlin tätig. Von 1933 bis 1945 Senatspräsident am Oberlandesgericht München, wandte er sich nach dem 2. Weltkrieg engagiert der bayerischen Landespolitik zu und beteiligte sich als Vertreter der CSU ab 1946 an der Ausarbeitung der Bayerischen Verfassung und am Entwurf des Grundgesetzes. Ebenfalls 1946 zog er in den Bayerischen Landtag ein und wurde zum Ministerpräsidenten gewählt; außerdem war er von 1949 bis 1955 Vorsitzender der CSU. 1954 wurde Ehards CSU-geführte Regierungskoalition von einer SPD-geführten Landesregierung abgelöst. In der Folgezeit war Ehard Präsident des Bayerischen Landtages, ehe er 1960 erneut Ministerpräsident wurde, als Nachfolger von Hanns Seidel, der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. 1962 übernahm Ehard unter Ministerpräsident Alfons Goppel das bayerische Justizministerium, und 1966 setzte er sich endgültig zur Ruhe. Ehard starb am 18. Oktober 1980 in München.
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