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Windows Live® Suchergebnisse Ei, Struktur zum Schutz und zur Versorgung eines Embryos, die sich aus einer Eizelle (der Keimzelle weiblicher Tiere) entwickelt. Alle Tiere mit sexueller Fortpflanzung, die ihre Jungen nicht durch Geburt zur Welt bringen (siehe Viviparie), legen Eier (siehe Oviparie). Im Ei entwickelt sich der aus einer befruchteten Eizelle (Zygote) entstandene Embryo, umgeben von einer Schutzhülle. Viele Eier enthalten außerdem Nährstoffe (Dotter), die den Embryo bis zum Schlüpfen außerhalb des Muttertieres versorgen. Es gibt unter den Tierklassen große Unterschiede hinsichtlich der Größe der Eier und ihres inneren Aufbaus sowie der Beschaffenheit der Schutzhülle. Gliederfüßer- und Vogeleier beispielsweise sind sehr reich an Dotter (polylecithal; griechisch lekithos: Dotter). Die Eier von Stachelhäutern hingegen enthalten sehr wenig Dotter (oligolecithal); mäßig dotterreich (mesolecithal) sind Amphibieneier. Der Dotter ist zu Beginn der Embryonalentwicklung entweder gleichmäßig im Ei verteilt (isolecithal; z. B. beim Lanzettfischchen), in der Mitte konzentriert (centrolecithal; z. B. bei Insekten) oder am Rand angelagert (meist an einem Eipol, telolecithal; z. B. bei Vögeln). Einige Würmer haben zusammengesetzte Eier, bei denen die Eizelle zusammen mit speziellen Nährzellen (Dotterzellen) von einer Hülle umgeben ist. Bei vielen Meeresschnecken und dem Alpensalamander dienen spezielle Nähreier, die im Lauf der Zeit verbraucht werden, der Versorgung des Embryos. Bei Vögeln und Reptilien schützt eine widerstandfähige Eierschale den Embryo vor der Austrocknung. Am höchsten entwickelt sind Vogeleier: Sie bestehen aus einer sehr dotterreichen Eizelle (dem Eigelb) sowie den umhüllenden Schichten des Eiklars, zwei dünnen Schalenhäuten und einer porösen Kalkschale. Unter den Vogeleiern finden sich auch die größten Eier im Tierreich: Straußeneier können einen Durchmesser von 15 Zentimetern erreichen. Die Eier mancher Reptilien (z. B. Krokodile) und Kloakentiere (die einzigen Eier legenden Säugetiere) haben ebenfalls eine Kalkschale, die meisten sind aber nur von einer pergamentartigen Hülle umgeben. Vogelgelege bestehen aus einem bis zu etwa 30 Eiern. Meeresschildkröten können bis zu tausend Eier legen. Die Eier wasserlebender Tiere sind meist einfacher gebaut und weniger stabil als die Eier von Landwirbeltieren, da der Embryo nicht gegen Austrocknung geschützt werden muss. Ausnahmen sind beispielsweise die Eier einiger Haie und Rochen (siehe Knorpelfische). Sie haben eine kapselartige Hülle aus Hornsubstanz und können mehr als zehn Zentimeter groß werden. An den Hornkapseln dieser Eier bilden sich fädige oder dornige Fortsätze, die sich z. B. an Wasserpflanzen festhaken. So treiben die Eier nicht davon und sind vor Räubern geschützt. Die größten runden Fischeier mit einem Durchmesser von fast zehn Zentimetern sind die Eier des Quastenflossers. Quastenflosser und die meisten Haie sind ovovivipar, d. h., die Jungen sind bei der Eiablage fast voll entwickelt und schlüpfen bereits kurz danach oder sogar noch davor im Mutterleib. Die meisten Fische legen nur millimetergroße Eier mit einer durchsichtigen, gallertigen und wenig widerstandsfähigen Hülle. Ähnliches gilt für die Eier von Amphibien, deren Fortpflanzung noch an das Wasser gebunden ist. Fisch- und Amphibienweibchen legen gleichzeitig Hunderte oder Tausende von Eiern, manche Arten auch über eine Million. Die Gesamtheit der im Wasser abgelegten Eier wird Laich genannt. Amphibienlaich hat meist die Form von Schnüren, Ballen oder Paketen. Fische, Amphibien und wirbellose Tiere bedienen sich bei ihrer Fortpflanzung einer anderen ökologischen Strategie als Tiere, die ihre wenigen Eier bebrüten und nach dem Schlüpfen der Jungen noch Brutpflege betreiben. Kleinere Eier werden in größerer Menge erzeugt, aber in der Regel nach der Eiablage weder betreut noch gegen Räuber verteidigt. Hier hat zwar jeder Embryo nur eine geringe Überlebenschance, in der Regel überleben dennoch genug, um die Fortpflanzung der Eltern zu sichern. Insekten, Krebstiere und Schnecken legen meist mehrere hundert millimetergroße Eier gleichzeitig. Königinnen sozialer Insekten können im Lauf ihres Lebens über eine Million Eier erzeugen, parasitische Würmer und manche Muscheln kommen in einer einzigen Fortpflanzungsperiode auf mehrere hunderttausend Eier. Der Durchmesser solcher Eier schwankt zwischen etwa einem zehntel und einem ganzen Millimeter. Siehe auch Fortpflanzungsapparat
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