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Windows Live® Suchergebnisse EmpirieEnzyklopädieartikel
Empirie (von griechisch empireia: Erfahrung, Erfahrungswissen), in der analytischen Philosophie und Wissenschaftstheorie Bezeichnung für die durch Methoden der Beobachtung, Messung oder des Experiments gewonnene Erfahrung (speziell Sinneserfahrung). Quelle einer empirischen Theorie muss ein Wissen sein, das durch Sinneswahrnehmung gewonnen wurde. Urteile und Thesen müssen dabei durch Beobachtung verifizierbar sein. Anhand möglichst vieler Beispiele und Gegenbeispiele wird mit der Methode des induktiven Schließens versucht, Sätze von allgemeiner Gültigkeit aufzustellen. Die Anhänger des Empirismus, die im scharfen Gegensatz zur Metaphysik und Theologie stehen, werden Empiriker genannt. Als Hauptvertreter dieser Denkrichtung gelten Francis Bacon, John Locke, George Berkeley, David Hume, John Stuart Mill, Rudolf Carnap, Carl Gustav Hempel und Karl Popper. Die Empirie steht ebenso im Mittelpunkt des Positivismus des 19. Jahrhunderts, namentlich bei Auguste Comte, sowie des Pragmatismus des 20. Jahrhunderts. Sie ist ferner Grundlage der historischen Forschung, der Sozialwissenschaften, der Psychologie und der Meinungsforschung.
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