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Windows Live® Suchergebnisse FernwärmeEnzyklopädieartikel
Fernwärme, Wärme, die in einer zentralen Anlage produziert wird und dann über Rohrleitungen zu den Verbrauchern transportiert wird. Bei der thermischen Erzeugung von Energie in Kraftwerken fällt ein großer Teil an ungenutzter Wärmeenergie an. Diese Energie versucht man mit der so genannten Kraft-Wärme-Kopplung zu nutzen. Fernwärme wird in so genannten Blockheizkraftwerken erzeugt. Kernstück eines solchen Kraftwerks ist ein mit Dieselöl, Gas oder auch Pflanzenöl angetriebener Motor, der über einen Generator Strom erzeugt. Die dabei entstehende Wärme wird über das so genannte Gegendruckverfahren oder die Entnahmekondensation abgeführt und in ein Leitungsnetz eingespeist. Die Wärme kann dann über Zuleitungen zum Verbraucher transportiert werden. Dazu muss allerdings ein gasförmiges oder festes Trägermedium vorhanden sein. Während als Wärmeträger früher vor allem Dampf eingesetzt wurde, wird die Wärme heute vor allem über Heiß- (110 bis 180 °C) und Warmwasser (etwa 110 °C) transportiert. Um einen zu hohen Wärmeverlust in den Rohrleitungen zu vermeiden, müssen diese speziell ummantelt und gegen Korrosion geschützt werden. Zum Teil werden die Leitungen daher in Betonkanäle verlegt. Beim Endverbraucher befindet sich an Stelle eines Heizkessels ein Übergabepunkt mit einem Wärmetauscher, über den die Wärme aus den Leitungen in das Haus gelangt.
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