Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Johann Fischart

Windows Live® Suchergebnisse

  • Johann Fischart – Wikipedia

    Johann Baptist Fischart, genannt Mentzer (d.h. "Mainzer" nach der Herkunft des Vaters; * 1546 oder 1547 in Straßburg, † 1591 in Forbach), war ein frühneuhochdeutscher ...

  • Johann Fischart

    Biographie (1) Hauptwerke: „Abenteuerliche und ungeheuerliche Geschichtsschrift vom Leben, Raten und Taten der Herren Grandgusier, Gargantua und Pantagruel “ (1575) Textausgabe

  • Datenbank aktueller Forschungsprojekte (Mediaevum.de)

    Thema: Johann Fischart. Sämtliche Werke (Edition) Status: Projekt: Abschluß: nicht vor 2012: URL: http://www.uni-bielefeld.de/lili/personen/useelbach

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Johann Fischart

Enzyklopädieartikel

Johann Fischart, genannt Mentzer, eigentlich Johann Fischer, (um 1546 bis etwa 1590), Schriftsteller und Übersetzer. In seinen gegen das Mönchswesen und den Papst gerichteten Werken, darunter Malchopapa (1578), erwies er sich als der gewandteste protestantische Satiriker der Reformationszeit.

Fischart wurde als Sohn eines wohlhabenden Gewürzkaufmanns in Straßburg geboren – sein Beiname Mentzer (Mainzer) bezieht sich auf die Herkunftsstadt des Vaters – und erfuhr eine gründliche Schulbildung: Nach dem Besuch des Gymnasiums in Straßburg unternahm er ausgedehnte Bildungsreisen durch Europa und studierte Rechtswissenschaften in Paris, Straßburg, Siena und Basel. Seit Beginn der siebziger Jahre arbeitete er in Straßburg als Redakteur und Autor in der Druckerei seines Schwagers Bernhard Jobin; von 1580 bis 1583 praktizierte er als Jurist am Reichskammergericht in Speyer, danach war er Amtmann in Forbach. Fischarts schriftstellerisches Werk umfasst konfessionspolemische, moralische und satirisch-groteske Schriften, die sich gegen die Gegenreformation wendeten; sein Malchopapa (1578) zeigt ihn als Interessenvertreter bürgerlich-städtischer Freiheiten. Seine Hauptwerke Eulenspiegel Reimensweiß (1572), Floeh Haz / Weiber Traz (1573) sowie Affentheuerlich Naupengeheurlichen Geschichtsklitterung (1575), eine freie Eindeutschung des ersten Buches von François Rabelais’ Gargantua und Pantagruel, sind geprägt von einer für die frühe Neuzeit repräsentativen grotesken Weltsicht, die sich stilistisch in einem sprachlichen Manierismus äußert. Arno Schmidt hat sich explizit auf Fischart als Vorbild bezogen. Fischart wurde wahrscheinlich 1590 in Forbach bei Saarbrücken von marodierenden Söldnern erschlagen.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft