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Windows Live® Suchergebnisse Fedor Alexis FlinzerEnzyklopädieartikel
Fedor Alexis Flinzer (1832-1911), deutscher Maler, Zeichner, Illustrator, Autor und Pädagoge, genannt der Sächsische Katzen-Raffael. Fedor Alexis Flinzer wurde am 4. April 1832 in Reichenbach im Vogtland geboren. Der bekannte Jugendschriftsteller Gustav Nieritz war in der Volksschule sein Klassenlehrer. Flinzer besuchte ab 1849 die Dresdner Kunstakademie, wo ihn Ludwig Richter, Eduard Bendemann und Julius Schnorr von Carolsfeld unterrichteten. 1859 nahm er eine Stelle als Zeichenlehrer in Chemnitz an, wo er außerdem zu den Gründern des Vereins „Kunsthütte” gehörte. In diesen Jahren legte er – basierend auf seiner Lehrtätigkeit und durch erste theoretische Veröffentlichungen – den Grundstein für seine Zeichenunterrichts-Methode, die ihn bis zur Kunsterziehungsbewegung zu einem der gefragtesten Fachleute machte. 1876, drei Jahre nach seinem Amtsantritt als städtischer Zeicheninspektor und Zeichenpädagoge in Leipzig (Petrischule), fasste Flinzer seine Erkenntnisse im Lehrbuch des Zeichenunterrichts zusammen, das ihm internationale Anerkennung eintrug. Flinzer war einer der bekanntesten Illustratoren der Gründerjahre, seine Vorliebe galt im Allgemeinen der Tierwelt, im Besonderen den Katzen. Seine Spezialität war die vermenschlichte Darstellung von Tieren, teils in Anlehnung an Wilhelm von Kaulbach und Grandville. Er wirkte als Künstler an weit über 200 Publikationen mit. Seine Illustrationen sind u. a. in den Familienzeitschriften Gartenlaube und Daheim, vor allem aber in diversen Kinder- und Jugendschriften zu finden. Zu den am weitesten verbreiteten und in letzter Zeit wieder aufgelegten Werken mit Flinzers Bildern zählen sein Jugendbrunnen (1883), der König Nobel (1886) von Julius Lohmeyer, Eine Tierschule in Bildern (1891) von Victor Blüthgen, Glückliche Kinderzeit von Georg Christian Dieffenbach und Wie die Tiere Soldaten werden wollten (1892) von Georg Bötticher, dem Vater von Joachim Ringelnatz. Hervorzuheben ist auch seine langjährige Mitarbeit an der wohl bedeutendsten Jugendzeitschrift des 19. Jahrhunderts, der Deutschen Jugend von Julius Lohmeyer. Fedor Alexis Flinzer starb am 14. Juni 1911 in Leipzig.
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