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Windows Live® Suchergebnisse ForschungspolitikEnzyklopädieartikel
Forschungspolitik, staatliche Interventionspolitik zugunsten wissenschaftlicher Prozesse, die wirtschaftlichen Nutzen versprechen, oft mit der Förderung technischer und naturwissenschaftlicher Innovationen verbunden. Im Gegensatz zur Bildungspolitik, die auch Lehre und Forschung an den Universitäten finanziert, konzentriert sich die Forschungspolitik auf die Entwicklung neuer Technologien, deren Realisierbarkeit und Verwertbarkeit. Dabei spielt insbesondere die zunehmende internationale Verflechtung der Märkte, Warenströme, Banken und Konzerne eine Rolle, die heute unter dem Begriff Globalisierung gefasst wird. Vor allem die damit gegebene Verschärfung der internationalen Konkurrenz veranlasst die einzelnen Industrienationen, staatlich günstige Rahmenbedingungen zu schaffen, die es der Industrie ermöglichen, Forschungsprozesse schnell und effektiv in Produktions- und Verwertungsprozesse umzuwandeln. Vielfach sind in diesem Prozess nationale Vorstrukturierungen entscheidend. So wird in den USA die Forschungspolitik stark vom militärisch-industriellen Komplex dominiert, der auch Raumfahrt und Flugtechnologie umfasst, in Japan beschränkt sich die Forschungspolitik auf die Koordination von Forschungsstrategien der herrschenden Großkonzerne. In Deutschland wird Forschungspolitik vor allem als finanzielle Förderung von Forschungsvorhaben privater Unternehmen verstanden. Dazu gehören staatliche Bürgschaften zur Absicherung von Krediten, direkte Subventionierungen oder die Vergabe von Aufträgen.
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