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Windows Live® Suchergebnisse FTP (File Transfer Protocol: Dateiübertragungsprotokoll), Protokoll zum Übertragen von Dateien in lokalen Netzwerken oder dem Internet. Voraussetzung ist die Verwendung von TCP/IP als Netzwerkprotokoll. Die Dateien werden von einem Anbieter auf einem FTP-Server bereitgestellt und können von einem FTP-Client (dem Arbeitsplatzrechner oder Heimcomputer) abgerufen werden (siehe Client/Server-Architektur). Für die Arbeit mit einem FTP-Server sind Zugangsberechtigungen zum Internet und zum FTP-Server sowie ein zum File Transfer Protocol kompatibles Programm notwendig. Neben Software, die speziell auf den Einsatz mit FTP-Servern abgestimmt ist, sind die Funktionen auch in die neuesten Versionen der Internet-Browser integriert (so z. B. beim Netscape Navigator oder dem Microsoft Internet Explorer). Ähnlich der Adresse im HTTP (HyperText Transfer Protocol) ist auch die Internet-Adresse eines FTP-Servers aufgebaut (z. B. ftp://ftp.microsoft.com). Manche Anbieter und Universitäten machen Daten auf ihren FTP-Servern öffentlich zugänglich. In diesem Fall verwendet der Kunde als Passwort seine E-Mail-Adresse, der Benutzername lautet dann oftmals „anonymous”. FTP-Server besitzen eine ähnlich Verzeichnisstruktur wie der PC. Der File-Transfer läuft in der Regel folgendermaßen ab: In einem ersten Schritt werden aus den Dateien der Hostanwendung (z. B. eine Textverarbeitung) die Daten herausgesucht, die zur Übertragung zur Verfügung gestellt werden sollen. Diese werden dann in einer eigenen Datei in dem Format auf der Festplatte des Host abgespeichert, das für das jeweilige PC-System benötigt wird. Die Originaldatei wird hierbei nicht verändert. In einem nächsten Schritt werden die Dateien in einen speziellen, für die Übertragung optimierten Code umgewandelt und eine Transferdatei erzeugt, die dann mit Hilfe des Transferprotokolls übertragen wird. Am Zielrechner werden die Daten wieder zurückgewandelt und von dem laufenden Programm als Transferdatei gespeichert. In einem weiteren Schritt wird diese Datei in das PC-System integriert und steht dann anderen Programmen zur Verfügung. Anders als bei der Terminal-Emulation müssen beim Datei-Transfer spezielle Programme sowohl am Arbeitsplatz- als auch am Zielrechner ablaufen. Um die Datei beim Absender erstellen und beim Empfänger anlegen zu können sind ebenfalls bestimmte Programme notwendig. Auf FTP-Servern hat sich für die Verzeichnisse eine bestimmte Nomenklatur eingebürgert: Das Verzeichnis „PUB” ist z. B. öffentlich zugänglich, während im Verzeichnis „UPLOAD” der Benutzer Dateien ablegen kann. In der Regel befindet sich im Stammverzeichnis des FTP-Servers eine TXT- oder HTML-Datei, in der das gesamte Verzeichnis dargestellt wird. Auf allen FTP-Servern findet man auch Dateien mit Lizenzierungsrichtlinien und Hinweise zur Benutzung des Servers.
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