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Windows Live® Suchergebnisse GebrauchswertEnzyklopädieartikel
Gebrauchswert, Eigenschaft eines Gegenstands oder Gutes, der Befriedigung von Bedürfnissen zu dienen. Der Gebrauchswert von Waren beziehungsweise Gütern diente verschiedenen ökonomischen Schulen zur Erklärung von Preisbildungsprozessen, so zum Beispiel der Grenznutzenschule. Im Marxismus bezeichnet der Begriff Gebrauchswert die nützlichen Eigenschaften einer Ware, die sich aus ihrer materiell-stofflichen Natur ergeben. Diese nützlichen Eigenschaften will der Warenproduzent allerdings gerade nicht für sich nutzen, sondern er produziert die Ware für den Austausch. Hierbei fungieren die nützlichen Eigenschaften der Ware als Mittel für den Zweck, Geld zu verdienen, d. h. den Tauschwert zu realisieren. In der kapitalistischen Warenproduktion, wo fremde Arbeitskraft benutzt wird, schließt die Ware einen Mehrwert ein; ihr Verkauf vergrößert das in Geld gemessene Eigentum des Warenverkäufers. Karl Marx weist darauf hin, dass der Zweck der Warenproduktion nicht einfach darin bestehe, die Masse der nützlichen Gegenstände zu vermehren. Vielmehr gehe es um die Verwandlung der Ware in Geld, was die Konsequenz einschließe, dass ohne Bezahlung eine Konsumption ausgeschlossen sei. Im Kapitalismus, so Marx, werde das Geld zum „realen Gemeinwesen” (Wertform), die Geldvermehrung und ihre Zwänge beherrschten alles Wirtschaften, alle menschlichen Beziehungen, das gesamte gesellschaftliche Leben.
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