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Gondwana

Enzyklopädieartikel

Gondwana, Urkontinent, in dem vom Präkambrium bis zum Mesozoikum die Kerne der Kontinente vereint waren, die heute auf der Südhalbkugel der Erde liegen. Das Wort Gondwana bezeichnet ursprünglich ein drawidisches Volk in Zentralindien und bedeutet „Land der Gonds”.

Gondwana hatte während des ganzen Paläozoikums als zusammenhängende Landmasse Bestand. Zu Beginn des Paläozoikums säumte ein Gebirgsgürtel, das so genannte Samfrau-Orogen, den Kontinent im Bereich der heutigen Kontinente Südamerika, Antarktis und Australien. Während des Altpaläozoikums und später noch einmal im Karbon und Perm waren weite Teile Gondwanas vergletschert.

Vom Karbon bis zum Ende des Paläozoikums war Gondwana mit dem nördlichen Urkontinent Laurasia in dem Großkontinent Pangäa vereint. Am Ende des Paläozoikums begann dieser Großkontinent wieder in einen Nord- und einen Südkontinent auseinanderzubrechen. Zwischen Laurasia und Gondwana bildete sich dabei die Tethys. Während der Kreide zerbrach Gondwana in die Kontinente Südamerika, Afrika, Antarktis und Australien sowie den Subkontinent Indien. Dabei entstanden neue Meere, vor allem der südliche Atlantik, der sich langsam zwischen Südamerika und Afrika öffnete. Die Antarktis und Australien trennten sich erst im Eozän, also im Alttertiär, vollständig. Zwischen den beiden Kontinenten bildete sich eine kühle Meeresströmung aus, die in der Folge die Antarktis auskühlen ließ. Ursache für diese tektonischen Vorgänge war die Bewegung von Platten (siehe Plattentektonik).

Siehe auch Geologie; Geologische Zeitrechnung

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