Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Grabwespen

Windows Live® Suchergebnisse

  • Grabwespen - Sphecidae

    Grabwespen - Sphecidae ... Grabwespen Sphecidae. Die Grabwespen kommen in Deutschland mit über 200 Arten vor.

  • Bienen Und Grabwespen

    wissenschaftlicher Name: <i>Apoidea</i>. Die Bienen und Grabwespen sind eine Überfamilie der Taillenwespen.

  • Grabwespen – Wikipedia

    Die Grabwespen (Spheciformes) sind Hautflügler aus der Teilordnung der Stechimmen. Sie sind sehr nahe mit den Bienen verwandt, allerdings ist diese Verwandtschaft nicht auf den ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Grabwespen

Enzyklopädieartikel
Multimedia
GrabwespeGrabwespe

Grabwespen oder Sandwespen, Familie weltweit verbreiteter, sehr schlank gebauter Hautflügler, die in Mitteleuropa mit etwa 250 und insgesamt mit 5 000 Arten vertreten ist. Grabwespen sind häufig schwarz gefärbt, oft mit gelber und roter Zeichnung. Die kleinsten Grabwespen sind zwei bis drei Millimeter groß, die größten erreichen fünf Zentimeter und gehören damit zu den größten Hautflüglern. Grabwespen haben eine typische „Wespentaille”. Der silbrig behaarte Kopf trägt nierenförmige Komplexaugen und kräftige Mandibeln (Oberkiefer). Ein typisches Kennzeichen dieser Wespen sind auch die Grabfortsätze an den Tarsen (Fußgliedern) der Vorderbeine.

Die solitär lebenden Weibchen graben mit den Vorderbeinen Bruthöhlen hauptsächlich ins Erdreich, aber auch ins morsche Holz und gehen nach Anlage dieser Nester auf Jagd nach Insekten. Die Opfer werden wie bei den Wegwespen mit gut gezielten Stichen in die großen Nervenknoten, welche die Extremitätenmuskulatur steuern, gelähmt. Meist wird die gelähmte Beute noch mit den Mandibeln durchgeknetet, um die Verteilung und damit die Wirksamkeit des injizierten Gifts zu erhöhen. Anschließend schleppt die Grabwespe das bewegungsunfähige Insekt zum Nest, kleinere Beutetiere werden im Flug dorthin transportiert. Dort wird dann auf der Beute ein Ei abgelegt und die Grabkammer verschlossen.

Die geschlüpfte Wespenlarve frisst innerhalb der nächsten zwei Wochen die Fleischkonserve aus und verpuppt sich. Nach einem kurzen Puppenstadium verlässt die fertig entwickelte Grabwespe die Brutkammer und ernährt sich von Nektar und Blütenstaub. Einige Grabwespenarten tragen ihren Larven noch nachträglich gelähmte Beute ein und füttern sie regelrecht. Jede Grabwespenart ist auf bestimmte Beutetiere spezialisiert, so jagt z. B. der Bienenwolf Honigbienen, Knotenwespen solitär lebende Bienen und Käfer, die Heuschreckensandwespe erbeutet Larven von Laubheuschrecken. Allerdings werden die Grabwespen ihrerseits von Goldwespen parasitiert. Diese legen ihre Eier mit in die Grabkammern, und ihre Larven fressen die Grabwespenlarven.

Systematische Einordnung: Grabwespen bilden die Familie Sphecidae der Ordnung Hymenoptera. Der Bienenwolf heißt zoologisch Philanthus triangulum, die Heuschreckensandwespe Sphex maxillosus. Knotenwespen bilden die Gattung Cerceris, Goldwespen die Familie Chrysididae.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft