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Johann Georg Hamann

Enzyklopädieartikel

Johann Georg Hamann (1730-1788), Philosoph und Schriftsteller. Sein Hang zum Irrationalen und seine mystisch-prophetische Sprache brachten ihm den Beinamen „Magus im Norden” ein.

Hamann wurde am 27. August 1730 in Königsberg geboren und arbeitete nach einem abgebrochenen Studium der Theologie, Jurisprudenz und Philosophie ab 1755 als Handelsreisender. Nach einem „Erweckungserlebnis” bei der Bibellektüre 1758 wandte er sich dem Schreiben zu. In Gegnerschaft zu den Philosophen der Aufklärung, zu denen auch sein Freund Immanuel Kant gehörte, verfocht Hamann unter dem Eindruck Giordano Brunos, Gottfried Wilhelm Leibniz’, Baruch Spinozas sowie des Neuplatonismus eine Rückbesinnung auf philosophische Motive wie Gottesbestimmung, Schöpfung und göttliche Menschwerdung sowie auf die Einheit von Vernunft und Sinnlichkeit, Allgemeinem und Einzelnem bzw. Begriff und wahrnehmbarem Zeichen. Hamann starb am 21. Juni 1788 in Münster. Bedeutende Werke waren Sokratische Denkwürdigkeiten (1759), Golgatha und Scheblimini (1784) sowie Metakritik über den Purismus der reinen Vernunft (1784). Als Wegbereiter des Sturm und Drang sowie der Romantik hatte Hamann nachhaltigen Einfluss auf Johann Gottfried von Herder, Johann Wolfgang von Goethe, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling und Søren Kierkegaard.

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