Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Hebräisches Theater

Windows Live® Suchergebnisse

  • SK Stiftung Kultur | Förderprojekte

    Zurück zur Übersicht HABIMA - Moskaus Hebräisches Theater in Deutschland Ausstellung mit Veranstaltungsreihe. Gefördert im Jahr 2007. Kategorie: Spartenübergreifende Projekte

  • Vortrag Levy

    Im Vergleich zu vielen westeuropäischen Theatertraditionen ist hebräisches Theater jung. Weniger als hundert Jahre trennen die Moskauer Premiere der ersten professionellen ...

  • Frühere Ausstellungen

    Moskaus Hebräisches Theater 1926-1931 in Deutschland : Theateroktober Russische Avantgarde 1917 – 1931 : 2006 : Lebenszeichen Die Sängerin Therese Rothauser

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Hebräisches Theater

Enzyklopädieartikel

Hebräisches Theater, jüdisches Theater in hebräischer Sprache. Es hat seinen Ursprung im religiösen Purim-Fest, bei dem seit dem 16. Jahrhundert eine musikalisch-pantomimische Wiedergabe der Legende aus dem Buch Esther gebräuchlich ist. Das erste Theaterstück in hebräischer Sprache, Eine beredte Posse der Heirat (1618) von Jehuda Leone di Somi, entstand unter dem Einfluss der Commedia dell’Arte.

Die aufgeklärte Haskala-Bewegung regte im 18. und 19. Jahrhundert eine Reihe von Dramenadaptionen an, z. B. eine jüdische Version von Johann Wolfgang von Goethes Faust durch Meir Halevi Letteris; danach entstanden zahlreiche hebräische Stücke mit ethisch-religiöser Thematik. Als der bedeutendste hebräische Dramatiker der nationalen Wiedergeburt in Palästina gilt Mettatjahu Schoham (1893-1937), der vier biblische Versdramen verfasste. In Palästina gab es seit 1904 eine Theaterbewegung von Amateuren; vor dem 1. Weltkrieg gründete Chajim Harari das erste hebräische Theater, 1920 wurde das Teatron Iwri eröffnet. Es folgte eine ganze Anzahl weiterer Theatergründungen, so 1924 das Teatron Erez Israeli, 1925 das Teatron Ohel und 1929 die Truppe Matate. 1931 ließ sich die 1917 in Moskau von jüdischen Schauspielern gegründete Habimah in Israel nieder, mit dem erklärten Ziel, das Nationaltheater Israels zu werden; der Prager Schriftsteller Max Brod, der seit 1939 in Israel lebte, wurde dort Dramaturg. Das erste städtische Theater entstand 1961 in Haifa (Haifa Municipal Theatre); ferner gibt es in Israel seit 1955 das Teatron Cameri in Tel Aviv, das Teatron Khan in Jerusalem, ein städtisches Theater in Beer Sheva sowie mehrere Kibbuz-Theatergruppen.

Zu den bedeutendsten zeitgenössischen Dramatikern Israels gehören Yigal Mossinson, Mosche Schamir, Lea Goldberg und die beiden auch in Europa häufig gespielten Autoren Ephraim Kishon und Joshua Sobol mit seinen provokanten Stücken. Das jährliche Herbstfestival in Akko zeigt die neuesten Stücke der hebräischsprachigen Bühnenautoren.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft