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Windows Live® Suchergebnisse Ostsee-SchutzkonferenzEnzyklopädieartikel
Ostsee-Schutzkonferenz, eigentlich Helsinki Commission (HELCOM), multinationale Konferenz der Ostsee-Anrainerstaaten Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Schweden sowie der Europäischen Union. Die HELCOM wurde am 22. März 1974 in Helsinki von den damals sieben Ostsee-Anrainerstaaten gegründet. Ihr Ziel, die Ostsee vor umweltzerstörenden Einflüssen zu schützen und die Wasserqualität wieder zu verbessern, schrieben die Gründerstaaten in der gleichzeitig beschlossenen Helsinki-Konvention fest, die 1980 in Kraft trat. 1988 verabschiedeten die Teilnehmerstaaten eine Deklaration zum Schutz der Ostsee, die durch Einleitung von Schadstoffen stark belastet, zum Teil auch ökologisch tot ist. Konkretisiert wurde diese Erklärung 1990 in einem Aktionsplan, für den innerhalb der HELCOM eine eigene Arbeitsgruppe zu Verfügung steht. In der Folgezeit wurde eine Reihe weiterer Deklarationen verabschiedet, die jeweils unterschiedliche Aspekte des Schutzes der Ostsee zum Gegenstand haben. Infolge der tief greifenden politischen Umwälzungen in einigen Ostsee-Anrainerstaaten (z. B. die Wiedervereinigung Deutschlands und der Zerfall der Sowjetunion) und neuer Entwicklungen im Umwelt- und im Seerecht verabschiedeten die unterdessen neun Ostsee-Anrainerstaaten sowie die Europäische Gemeinschaft 1992 eine neue Konvention, die 2000 in Kraft trat. Aber trotz der gemeinsamen Anstrengungen ist etwa die Tierwelt der Ostsee durch Umweltgifte noch immer wesentlich stärker belastet als die der Nordsee, zum Teil mehr als fünfmal so stark.
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