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  • Biographie: Hermann Höcherl, 1912-1989

    1912-1989: Hermann Höcherl: Politiker und Jurist. 1912 31. März: Hermann Höcherl wird in Brennberg als Sohn einer katholischen Bauernfamilie geboren.

  • Hermann Höcherl – Wikipedia

    Hermann Höcherl (* 31. März 1912 in Brennberg bei Regensburg; † 18. Mai 1989 in Regensburg) war ein deutscher Politiker (CSU). Er war von 1961 bis 1965 Bundesminister des ...

  • Kabinettsprotokolle Online "Höcherl, Hermann" (8.91:)

    Text Höcherl, Hermann . Hermann Höcherl (1912-1989). 1940-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1948-1949 Rechtsanwalt in Regensburg, 1949 Eintritt in die ...

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Hermann Höcherl

Enzyklopädieartikel

Hermann Höcherl (1912-1989), deutscher Jurist und Politiker (CSU) , Bundesminister (1961-1969).

Hermann Höcherl wurde am 21. März 1912 in Brennberg bei Regensburg geboren. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin, München und Aix-en-Provence, trat nach dem Assessorexamen 1938 in den Staatsdienst ein und wurde 1940 zum Staatsanwalt ernannt. Seit 1935 war Höcherl Mitglied der NSDAP; 1942 meldete er sich freiwillig zur Wehrmacht und tat u. a. an den Fronten in Russland und Finnland Dienst. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft. Aufgrund seiner NS-Vergangenheit war Höcherl in den ersten Nachkriegsjahren von jeder juristischen Tätigkeit und dem Staatsdienst ausgeschlossen; ab 1948 praktizierte er jedoch in Regensburg wieder als Anwalt, wurde 1950 erneut Staatsanwalt und war von 1951 bis 1953 Amtsgerichtsrat in Regensburg. Seine politische Laufbahn begann Höcherl 1949 als Mitglied der CSU, für die er 1952 in den Regensburger Kreistag und 1953 in den Bundestag gewählt wurde. Dem Bundestag gehörte er ohne Unterbrechung bis 1976 an; von 1957 bis 1961 war er hier Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion.

1961 berief ihn Bundeskanzler Konrad Adenauer als Innenminister in seine Regierung, und nach dem Rücktritt Adenauers 1963 wurde er in derselben Funktion in die Regierung Ludwig Erhards berufen. Als Innenminister geriet er im Rahmen der Spiegelaffäre (1962) und der Telefonabhöraffäre (1963) in die Kritik, als er halb- bzw. illegale Aktionen der Sicherheitskräfte verteidigte. 1965 übernahm er im zweiten Kabinett Erhard das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, das er nach der Bildung der Großen Koalition 1966 bis zum Machtwechsel 1969 fortführte. 1976 zog er sich in den Ruhestand zurück, trat aber verschiedentlich noch als Schlichter in Tarifauseinandersetzungen oder als Vorsitzender von Ermittlungsausschüssen in Erscheinung. Hermann Höcherl starb am 18. Mai 1989 in Regensburg.

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