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Ludwig Christoph Heinrich Hölty

Enzyklopädieartikel

Ludwig Christoph Heinrich Hölty (1748-1776), Schriftsteller. Er gilt als bedeutendster Lyriker des Göttinger Hains.

Hölty wurde am 21. Dezember 1748 als Sohn eines Predigers in Mariensee bei Hannover geboren, besuchte das Gymnasium in Celle und studierte ab 1769 in Göttingen Theologie und neuere Sprachen. Durch Gottfried August Bürger in den Kreis um Heinrich Christian Boie und dessen Göttinger Musenalmanach eingeführt, wurde er zum Mitbegründer des Göttinger Hains, dessen Mitglieder Johann Martin Miller, Johann Friedrich Hahn und Johann Heinrich Voß dem Vorbild Friedrich Gottlieb Klopstock nacheifern wollten. 1774 löste sich der Bund mit dem Weggang der meisten Freunde auf; Hölty kehrte in sein Elternhaus zurück und arbeitete als Privatlehrer und Übersetzer. 1775 reiste er zu Klopstock, Voß und Claudius nach Hamburg und Wandsbek, wo er sich niederlassen wollte; im Jahr darauf starb er am 1. September 1776 in Hannover mit 27 Jahren an Tuberkulose. Hölty schrieb nach anakreontischen Anfängen empfindsam-elegische Oden, auch volksliedhaft-naive Gedichte (Üb’ immer Treu und Redlichkeit), burleske Romanzen, Balladen und Idyllen, die verstreut in Zeitungen und Musenalmanachen erschienen und von den Freunden Voß und Friedrich Leopold Stolberg aus dem Nachlass gesammelt herausgegeben wurden (Sämtlich hinterlaßne Gedichte, 2 Bde., 1782-1784). Zwischen 1914 und 1918 erschien die von Wilhelm Michael herausgegebene historisch-kritische Ausgabe Sämtliche Werke.

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