![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse HomebankingEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Homebanking, im engeren Sinn die Abwicklung von privaten Bankgeschäften mit Hilfe eines Computers, z. B. von der Wohnung des Kunden aus über eine Onlineverbindung. Im weiteren Sinn umfasst Homebanking auch die von Privatkunden per Telefon ausgeführten Bankgeschäfte. Beim Telefonbanking berät ein Mitarbeiter der Bank den Kunden und führt gegebenenfalls Transaktionen in seinem Auftrag durch.
Der Begriff Homebanking wird oft gleichbedeutend mit Onlinebanking, Internetbanking, E-Banking oder Telebanking verwendet. Telebanking gilt gelegentlich auch als Oberbegriff für Bankgeschäfte von Privat- (Homebanking) und Firmenkunden, die per Computer abgewickelt werden (Officebanking). Auch werden Telebanking und Telefonbanking manchmal gleichgesetzt. Homebanking gehört zum Electronic Banking, das alle elektronisch durchgeführten Bankgeschäfte umfasst, also auch solche über Geldautomaten oder Überweisungsterminals.
Als erste Bank in Deutschland führte 1983 die Postbank das Homebanking über Bildschirmtext (BTX) ein. Rasant verbreitete sich das Homebanking jedoch erst ab Mitte der neunziger Jahre: Ende 1996 wurden nach Schätzungen der Deutschen Bundesbank etwa 3,5 Millionen Girokonten über Homebanking geführt, Ende 1999 waren es bereits zehn Millionen, Ende 2005 dann 33 Millionen Girokonten. Direktbanken (auch Discountbanken) bieten per Homebanking einfache Bankdienstleistungen (Überweisungen etc.) ohne eigenes Filialnetz und ohne individuelle Beratung an („Directbanking”). Weil weniger und geringer qualifiziertes Personal benötigt wird, sind ihre Leistungen oft günstiger (geringere Kontogebühren, höhere Zinsen) als bei herkömmlichen Banken. Allerdings bieten diese inzwischen ebenfalls Homebanking rund um die Uhr an.
Beim Homebanking per Computer wird über das Internet eine Verbindung zwischen dem Computer des Kunden und dem Server der Bank hergestellt. Der Kunde kann entweder mit Hilfe eines Browsers das Homebankingangebot auf der Website der Bank nutzen oder ein spezielles Programm verwenden (z. B. T-Online Banking, StarMoney, Bank X oder GnuCash). Während der Transaktion ist die Verbindung üblicherweise gesichert, z. B. über das Verschlüsselungsprotokoll SSL (Secure Sockets Layer). Um Missbrauch durch unautorisierte Personen zu verhindern, muss vor jedem Geschäftsvorgang die Identität des Bankkunden festgestellt werden. Hierfür haben sich in Deutschland zwei Verfahren etabliert: (1) Beim PIN-TAN-Verfahren gibt der Kunde neben seiner Kontonummer zusätzlich seine persönliche Identifikationsnummer (PIN) an. Zusätzlich wird für jeden Vorgang eine neue Transaktionsnummer (TAN) verlangt. (2) Beim HBCI-Verfahren (Homebanking Computer Interface) nutzt der Kunde ein Homebankingprogramm und legitimiert sich über einen elektronischen Datenschlüssel, der auf einer Chipkarte gespeichert ist; er benötigt dazu ein Chipkartenlesegerät. Zum Einloggen führt der Kunde die Karte in das Lesegerät ein und gibt die Kartengeheimzahl mit der Tastatur des Lesegeräts ein.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |