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Windows Live® Suchergebnisse HomoiothermieEnzyklopädieartikel
Homoiothermie, Endothermie, die Fähigkeit von (gleichwarmen) Organismen, ihre Körpertemperatur selbst auf einen mehr oder weniger konstanten Wert einstellen zu können. Dieser Wert variiert beim Menschen um etwa ein bis zwei Grad Celsius. Im Gegensatz zu poikilothermen (wechselwarmen, ektothermen) Tieren schwankt die Stoffwechselleistung bei homoiothermen Tieren nur wenig mit der Außentemperatur. Homoiotherm sind vor allem Vögel und Säuger, vermutlich waren es auch die Dinosaurier. Die Regulation der Körpertemperatur erfolgt durch Thermorezeptoren, die nach Einwirkung auf das Zentralnervensystem bei Kälte erhöhte Stoffwechselaktivität und Muskelzittern auslösen. Außerdem kann die Wärmeabfuhr bei Kälte durch Aufplustern von Federn bzw. durch Sträuben von Haaren (wodurch auch die „Gänsehaut” des Menschen entsteht) verringert werden. Homoiotherme Lebewesen können die Durchblutung der Haut verringern, und nach dem Gegenstromprinzip angeordnete Arterien und Venen in den Extremitäten gewinnen die Wärme durch Wärmeaustausch zurück. Bei Vögeln kann die Temperatur der Füße bei einer Körperkerntemperatur von 41 °C bis auf 4 °C sinken. Homoiotherme Tiere vermögen durch diese Mechanismen auch sehr kalte Gebiete der Erde zu besiedeln. Der Übergang der Poikilothermie zur Homoiothermie ist fließend. Gewisse Ansätze zur Regulierung der Körpertemperatur finden sich z. B. auch bei Fischen und Insekten. Sehr kleine Warmblüter, wie Kolibris und kleine Spitzmäuse, zeigen Ansätze zur Poikilothermie, da sie während der Nacht ihre Körpertemperatur stark reduzieren (dies nennt man Heterothermie).
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