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  • Ibn Taimiya – Wikipedia

    Taqi ad-Din Ahmad Ibn Taimiyya (auch: Taimiya; arabisch تقي الدين أحمد بن تيمية ‎‎; * 22. Januar 1263 in Harran (Südostanatolien); † 26.

  • Ibn al-Qayyim – Wikipedia

    Er war 16 Jahre lang ein Schüler von Ibn Taimiya und zählt zu den innovativen Personen in der sog. Salafiyya - Bewegung. Er schrieb einen bekannten Koran tafsir.

  • Ibn Taymiyyah - Wikipedia, the free encyclopedia

    Taqi ad-Din Ahmad ibn Taymiyyah (January 22, 1263 – 1328), was a Sunni Islamic scholar born in Harran, located in what is now Turkey, close to the Syrian border.

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Ibn Taimiya

Enzyklopädieartikel

Ibn Taimiya, eigentlich Taki ad-Din Ahmad Ibn Taimiya, (1263-1328), hanbalitisch-islamischer Rechtsgelehrter und Theologe, bedeutender Vertreter des orthodoxen Islam. Ibn Taimiya, 1263 im syrischen Harran geboren, entstammte einer angesehenen Gelehrtenfamilie, die der hanbalitischen Rechtsschule angehörte. Nach der Flucht der Familie vor den Mongolen erhielt er, an der vom Vater geleiteten Medrese in Damaskus, eine profunde Ausbildung in islamischem Recht und islamischer Theologie und erhielt 1285 an der Omaijaden-Moschee ein Lehramt für Koranexegese.

In den neunziger Jahren des 13. Jahrhunderts übernahm er eine aktive Rolle im politischen Leben und wurde ab 1300 zu einem der wichtigsten Agitatoren gegen die mongolischen Invasionen; daraufhin wurde er aufgrund seiner rhetorischen Leistungen mit der Organisierung des Jihad beauftragt.

Mit seiner engen Auslegung des Koran und der Hadith provozierte Ibn Taimiya heftigen Aufruhr und wurde von seinen Gegnern mehrfach verhaftet und 1306 nach Ägypten verbannt, von wo er erst 1313 zurückkehren konnte.

Ibn Taimiya, der als ein kompromissloser Gegner aller häretischen Tendenzen galt, versuchte in seiner Doktrin, die Konzepte von Tradition, Vernunft und freiem Willen, die von den drei Hauptrichtungen des Islam vertreten wurden, zu integrieren. In der Frage des Dogmas vertrat Ibn Taimiya eine radikal hanbalitische Position, indem er verlangte, auf eine Deutung der göttlichen Mysterien zu verzichten und stattdessen Gott nur so zu betrachten, wie er sich im Koran gezeigt habe und in der Sunna beschrieben werde.

Die Religion war für Ibn Taimiya unauflösbar mit dem Staat verknüpft, der die Verwirklichung ihrer Prinzipien garantieren sollte. Dabei ging Ibn Taimiya davon aus, dass die islamische Gemeinde im Grunde aus einer Vielzahl von Staaten bestehen kann, deren Imame Legitimität besitzen, solange sie das offenbarte Gesetz befolgen und dabei den regionalen Besonderheiten Rechnung tragen. Neben vielen anderen griffen die Wahhabiten die Ideen von Ibn Taimiya auf, und auch heute ist seine Wirkung auf orthodoxe islamische Kreise nicht zu übersehen.

Ibn Taimiya starb 1328 in Damaskus.

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