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Windows Live® Suchergebnisse IgorliedEnzyklopädieartikel
Igorlied (russisch Slovo o polku Igoreve), von einem unbekannten Dichter wahrscheinlich um 1185 bis 1187 im Umkreis des Großfürsten von Kiew verfasstes altrussisches Heldenepos, das den Feldzug und die Niederlage des Fürsten Igor von Nowgorod-Sewerski 1185 gegen die Kumanen (südrussische Steppennomaden) schildert. Das Igorlied gilt als das bedeutendste Denkmal altrussischer Literatur. In teils epischer, teils lyrischer Form werden einzelne Episoden des Kampfes, Igors Gefangenschaft, der Klagegesang seiner Gattin und schließlich seine Flucht und Heimkehr dargestellt. Die einzige überlieferte Handschrift, die vermutlich um 1500 entstand, wurde erst 1795 in einem Sammelkodex entdeckt. Der Text wurde 1800 gedruckt, das Manuskript selbst beim Brand Moskaus 1812 vernichtet. Die seit der Veröffentlichung erhobenen – und im 20. Jahrhundert vor allem durch den französischen Slawisten André Mazon mit Nachdruck vertretenen – Zweifel an der Echtheit des Igorliedes konnten bis heute nicht ausgeräumt werden.
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