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Windows Live® Suchergebnisse InternationalisierungEnzyklopädieartikel
Internationalisierung, in der Politik die juristische Vereinbarung, die mehreren Nationen erlaubt, natürliche oder künstlich geschaffene Räume zu nutzen. Dabei handelt es sich um Lufträume, um Land- und Wasserwege, um Häfen, Städte, Grenzzonen u. a. Die Kontrolle der Nutzung dieser Gebiete unterliegt in der Regel internationalen Aufsichtsorganen. In einem weiteren Sinn bedeutet Internationalisierung die grenzüberschreitende Behandlung von Aufgaben oder Problemen, die von einer nationalen Regierung nicht mehr allein erfüllt oder gelöst werden können. Sowohl der internationale Geldverkehr mit seinen Möglichkeiten, sich der nationalen Steuerpflicht zu entziehen, wie die Multinationalität vieler großer Konzerne machen es nationalen Behörden schwer, noch eine vernünftige Kontrolle auszuüben. Der erste Ökonom nach Adam Smith, der kritisch auf die Internationalisierung des Kapitals hinwies, war Karl Marx. Heute hat der Begriff der Internationalisierung zudem die politisch wichtige Bedeutung gewonnen, dass es ökologisch keine Grenzen zwischen den Staaten gibt. Ein Atomkraftwerk, das, wie in Tschernobyl geschehen, den GAU (größter anzunehmender Unfall) erlebt, zerstört nicht nur im Umland das Leben, sondern wirkt über den Fallout bis in entlegene Teile der Welt. Die Zerstörung der Urwälder durch Brandrodung, die Abnahme des Ozonschilds in der Sphäre sind Beispiele für eine Internationalisierung von Problemen, die dringend einer internationalen Kontrolle bedürfen, damit national Abhilfe geschaffen wird.
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