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Windows Live® Suchergebnisse Jobst von MährenEnzyklopädieartikel
Jobst von Mähren, auch Jost oder Jodokus, (1354-1411), Markgraf von Mähren und Brandenburg, erwählter römischer König (1410/11). Seine Eltern waren Markgraf Johann Heinrich von Mähren und Margaretha von Troppau. Sein Vater hatte ihm 1375 die wirtschaftskräftige Markgrafschaft Mähren, beträchtliche Geldmittel und eine Schuldverschreibung seines Onkels, Kaiser Karls IV., hinterlassen; seine beiden Brüder Johann Sobieslaw und Prokop erhielten wesentlich kleinere Anteile am Erbe. Seine Finanzkraft nützte der nach dem Tod seines Onkels älteste Luxemburger zur Stärkung seiner territorialen Machtposition, u. a. erwarb er die luxemburgischen Stammlande und die Markgrafschaft Brandenburg mit ihrer Kurstimme. An den ständig wechselnden Koalitionen im Reich und in Böhmen, die sich auch gegen den unfähigen König Wenzel richteten, hatte Jobst entscheidenden Anteil. 1394 wurde König Wenzel vorübergehend festgenommen und Jobst zum Regenten Böhmens ernannt. Nach dem Tod König Ruprechts erreichte Jobst sein lang ersehntes Ziel: Zehn Tage nach der Königswahl seines Cousins Sigismund mit drei Stimmen wurde er am 1. Oktober 1410 mit vier Stimmen gültig zum römisch-deutschen König gewählt. Jobst starb jedoch bereits am 18. Januar 1411 in Brünn, ohne zum König gekrönt worden zu sein.
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