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Kartographie

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Artikelgliederung
1

Einleitung

Kartographie, Wissenschaft und Technik der Produktion von graphischen Abbildungen (z. B. Landkarten) und kartenähnlichen Darstellungen (z. B. Globen, Blockdiagrammen, Profilen, Luftbildkarten) aus geowissenschaftlichen Informationen. Diese werden aus Erforschung, Beobachtung und Analyse der Erdoberfläche und ihrer ständigen Entwicklung gewonnen.

Die theoretische Kartographie beschäftigt sich mit Möglichkeiten und Zielsetzungen der kartographischen Darstellung; ihr angelehnt ist die Kartenkunde. Die praktische Kartographie, auch Kartentechnik genannt, umfasst Herstellung, Redaktion und ständige Aktualisierung der Karten. Die Kartographie ist eine Hilfswissenschaft aller Geowissenschaften, vor allem von Geodäsie, Photogrammetrie und Geographie.

Von den frühen Forschungen ausgehend zielte die Kartographie auf die Erstellung genauer topographischer Karten mit der Verteilung der Kontinente und der Darstellung weiterer Inhalte wie z. B. Verkehrswege, Besitz- und politische Grenzen. Daneben konzentriert sie sich heute auf die Erfassung räumlicher Strukturen und Wechselbeziehungen in der Natur und deren Veränderung durch anthropogene Einflüsse.

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Geschichte

Die ersten Kartenfragmente auf Tontafeln stammen aus Mesopotamien (um 3800 v. Chr.); die früheste und einzige erhaltene Weltkarte aus dem Altertum stammt aus der späten babylonischen Zeit (um 600 v. Chr.). Es handelt sich dabei um eine schematische, in Tontafeln geritzte Reproduktion der Erde. Obwohl die Ägypter bereits um 2000 v. Chr. Kartographie und Vermessungswesen betrieben, ist von ihren Kartenwerken wenig erhalten. Der von ihnen angefertigte Goldminenpapyrus zählt zu den ältesten ägyptischen Bergwerkskarten. Die erste umfassende Erdbeschreibung (Kartennetzentwurf und Koordinatenverzeichnis) stammt von dem alexandrinischen Geographen, Astronomen und Mathematiker Claudius Ptolemäus (150 n. Chr.). Die Römer entwarfen vor allem Wege- und Grundstückskarten sowie runde Weltkarten. Eine in Stein gehauene Karte von Rom, nach dem deutschen Wissenschaftler Peutinger benannte Peutinger Tafel (250 n. Chr.) sowie Ortskarten mit Garnisonsstandorten sind erhalten. Im Mittelalter befassten sich vor allem die Araber mit der Kartographie. Durch ein großes Handelsaufkommen mit fernen Ländern konnten viele Wegekarten (Itinerarien) gezeichnet werden. Eine neue Epoche der Kartographie stellen die europäischen Kartenwerke dar.

Siehe auch Landkarte

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