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Windows Live® Suchergebnisse Ewald von KleistEnzyklopädieartikel
Ewald von Kleist (1715-1759), Schriftsteller. Er war ein bedeutender Lyriker des Rokoko. Kleist wurde am 7. März 1715 als Sohn eines Gutsbesitzers aus märkischem Adel auf Gut Zeblin (Pommern) geboren. Ab 1725 besuchte er die Jesuitenschule im polnischen Valcz, danach das Gymnasium in Danzig und begann 1731 mit dem Jurastudium in Königsberg. 1736 schlug er die Offizierslaufbahn ein, zunächst in dänischen Diensten, ab 1740 im Heer Friedrichs II.; der berufsbedingte oftmalige Ortswechsel verhalf Kleist zu Begegnungen mit Dichterfreunden: In der Garnison Potsdam machte er die Bekanntschaft mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim und Karl Wilhelm Ramler, in Berlin mit Friedrich Nicolai, 1752/53 in der Schweiz mit Johann Jacob Bodmer, Johann Jakob Breitinger und Salomon Gessner sowie 1757 in Leipzig mit Gotthold Ephraim Lessing. Kleists Bedeutung als Schriftsteller beruht auf seinem lyrischen Schaffen, das im wesentlichen zwischen 1743 und 1759 entstand und etwas mehr als 100 Texte umfasst. Er begann unter dem Einfluss Gleims mit anakreontischen Liebes- und Trinkliedern, schrieb preußisch-patriotische Gedichte wie die Ode an die preußische Armee (1757) und Erzählgedichte, darunter Cißides und Paches (1759). Wegweisend für das neue subjektive Naturgefühl der Empfindsamkeit wurde sein in mehrere Sprachen übersetztes Hauptwerk Der Frühling (1749, überarbeitet 1756); das Hexameter-Idyll entstand unter dem Einfluss der Dichtung Friedrich Gottlieb Klopstocks und James Thomsons The Seasons. Lessing setzte dem charaktervollen Freund in der Figur des Tellheim in Minna von Barnhelm 1767 ein literarisches Denkmal. Kleist starb am 24. August 1759 in Frankfurt an der Oder nach der Schlacht bei Kunersdorf im Siebenjährigen Krieg an den Folgen schwerer Kriegsverwundungen.
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