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Windows Live® Suchergebnisse KlimaklassifikationEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Klimaklassifikation, Bezeichnung für die nach unterschiedlichen Gesichtspunkten mögliche Einteilung der Erde in Klimazonen, die oft parallel zu den Breitenkreisen verlaufen. Die auf Karten dargestellte Gliederung der Klimate der Erde gibt eine Übersicht über die in einer bestimmten Region zu erwartenden klimatischen Verhältnisse. Die Einteilung in Klimazonen lässt sich u. a. nach den hydrologischen Verhältnissen, nach der Vegetation oder nach der Höhe der Strahlungsenergie vornehmen. Im günstigsten Fall berücksichtigen Klimaklassifikationen neben Klimafaktoren auch weitere Aspekte, wie z. B. die Land-Meer-Verteilung und das Relief. Heute operiert man zumeist mit so genannten effektiven Klimaklassifikationen. Sie basieren auf der Verbindung von Mittel-, Andauer- und Schwellenwerten einzelner messbarer Klimaelemente, wie etwa Temperatur und Niederschlag. Die auf ihre Ursache bezogenen Klimaklassifikationen werden als genetische Klimaklassifikationen bezeichnet. Man leitet hierbei die klimatischen Verhältnisse bestimmter Räume von der Dynamik und den Luftmassenbewegungen der allgemeinen Zirkulation der Atmosphäre ab. Zu den bekanntesten effektiven Klimaklassifikationen gehören die nach Köppen und Geiger (1931), Troll und Paffen (1964), Schreiber (1973) sowie Lauer und Frankenberg (1987). Von besonderer Bedeutung unter den genetischen Klimaklassifikationen sind die nach Hettner (1930), Flohn (1950), Budyko (1963) sowie Terjung und Louie (1972).
Eine der plausibelsten effektiven Klimaklassifikationen ist die von dem deutschen Klimatologen Wladimir Köppen erarbeitete, die von Geiger kartiert wurde. Diese Klassifikation zählt wegen ihrer Systematik und ihrer klaren Gliederung zu den verbreitetsten Klimaklassifikationen. Nach Köppen erfolgt eine Einteilung in fünf Hauptklimate oder Grundtypen der Erde, die mit je einem Großbuchstaben gekennzeichnet werden.
Die genannten Grundtypen werden in Klimakarten durch bestimmte Merkmale, die weitere Temperaturwerte oder saisonale Niederschlagsverteilungen symbolisieren, unterteilt. Mit der Hinzunahme eines zweiten Buchstabens lassen sich die Grundtypen des Klimas in elf Hauptklimatypen untergliedern.
Durch Hinzufügung weiterer Kleinbuchstaben können diese elf Hauptklimatypen ein weiteres Mal unterteilt werden.
Zu den herausragendsten genetischen Klimaklassifikationen gehört die des deutschen Meteorologen Hermann Flohn. Die Flohn’sche Klimaklassifikation gliedert sich in sieben bzw. acht (einschließlich der borealen Zone, die als Untertyp nur auf der Nordhalbkugel zu finden ist) witterungsklimatische Zonen.
Diese Klassifikation unterscheidet sieben genetische Klimagürtel, vier stetige und drei alternierende. Letztere sind abhängig von der jahreszeitlich bedingten Verlagerung der Wind- und Luftdrucksysteme.
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