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Windows Live® Suchergebnisse KnappheitEnzyklopädieartikel
Knappheit, ein bestehender Mangel an etwas. Knappheit bedeutet, dass etwas nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht, um die Nachfrage bzw. den tatsächlichen Bedarf zu decken. Knappheit kann beispielsweise an Gütern wie auch an Arbeitskräften oder Arbeitsplätzen bestehen. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten meint Knappheit, dass nicht alle Güter in dem Maß verfügbar sind, dass die Bedürfnisse aller damit kostenlos befriedigt werden können. Aus dieser Knappheit entsteht die Notwendigkeit wirtschaftlichen Handelns, um dennoch eine optimale Versorgung zu erreichen. Alle wirtschaftlichen Güter, die auf dem Markt gehandelt werden und einen Preis haben, sind also knappe Güter. Im Unterschied dazu stehen die freien Güter, beispielsweise Sonnenlicht oder Luft, jedem frei zur Verfügung. Doch auch ehemals freie Güter, z. B. Wasser oder Land, können sich verringern und somit zu knappen oder wirtschaftlichen Gütern werden. Das Problem der Knappheit spielt auch bei Karl Marx eine bedeutende Rolle. Er war der Ansicht, dass Produktion gerade den Mangel an Gütern beseitige. Knappheit im Kapitalismus sei jedoch gesellschaftlich erzeugt, d. h. der Grund für Mangel und Armut liege nicht im Fehlen von Gütern, sondern in der Koppelung der Bedürfnisbefriedigung an die Verfügung über Geld. Die Herrschaft der Wertform bedeute praktisch, dass es in der Marktwirtschaft gar nicht um Versorgung (mit vorhandenen Gütern), sondern um Geldvermehrung gehe; es komme also nicht auf die Nachfrage, sondern nur auf die zahlungskräftige Nachfrage an. Marx zufolge sorgt bereits die gesellschaftliche Institution des Eigentums, also der Ausschluss Dritter von der Verfügung über Sachen, für Mangel, insbesondere das exklusive Eigentum der Kapitalistenklasse an den Produktionsmitteln.
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